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Gericht wird über die Ospel-Alp entscheiden

Die Alp «Sisounettaz»

«Die Gemeinde Rougemont hat die Baubewilligung für den Umbau der Alphütte ‹Sisounettaz› erteilt. Wegen der Einsprache einer Privatperson wird das waadtländische Verwaltungsgericht den Fall behandeln.» Diese Auskunft gab gestern Claire-Lise Blum-Burri, Gemeindepräsidentin von Rougemont. Dort, in der Nachbargemeinde von Saanen, kaufte vor zwei Jahren der einstige UBS-Banker Marcel Ospel die 5,76 Hektaren grosse Alp. Das auf 1300 Metern über Meer und gut fünf Kilometer vom Dorfzentrum von Rougemont entfernt liegende Grundstück war zuvor öffentlich für Landwirte ausgeschrieben worden – wie es das Bundesgesetz über das Bäuerliche Bodenrecht (BGBB) vorschreibt. Das Bäuerliche Bodenrecht Das BGBB wird in den Kantonen unterschiedlich angewandt. Im Kanton Bern werden nicht mehr landwirtschaftlich genutzte Liegenschaften vom Landwirtschaftsterrain abparzelliert und verkauft; das Land verbleibt im Besitze der Landwirtschaft. Im Kanton Waadt werden die Liegenschaften mitsamt dem Umschwung verkauft. «La Sisounettaz» wurde den Landwirten für 225000 Franken angeboten. Weil sich kein Selbstbewirtschafter meldete, kam der einstige UBS-Präsident Ospel zu Bauernland, «zu einem nicht übersetzten Preis», erklärte Bundesrätin Widmer-Schlumpf. Pro Natura bedauert «Es ist absolut falsch, aber es geschieht oft, dass Landwirtschaftsland nicht mehr den Bauern gehört.» Dies sagt Michel Bongard, Sekretär von Pro Natura Kanton Waadt. Üblicherweise geschähen diese Eigentumswechsel ohne grosses Aufsehen. «Nur weil in Rougemont Marcel Ospel der Käufer war, geriet dieser Handel in die Schlagzeilen.» Jeder Verkauf von Bauernland an Nichtlandwirte gehöre an den Pranger, unterstreicht Pro Natura Waadt. Doch der Organisation seien die Hände gebunden. «Solange Herr Ospel keine Winterzufahrt bauen will, können wir nicht opponieren.» Der interne Umbau der Alphütte sei rechtens. Deshalb habe Pro Natura die einst deponierte Einsprache zurückgezogen. Ruth Oehrli >

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