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Gemeinderat will Land verkaufen

Der Verkauf zweier Parzellen am Gwattstutz soll Geld in die Spiezer Gemeindekasse spülen. Es gibt einen Interessenten.

Ertrag werfen die total 1771 Quadratmeter Land heute nur wenig ab. Das Spiezer Gemeindeland, aufgeteilt in zwei Parzellen zu 968 und 803 m2, ist verpachtet und wird landwirtschaftlich genutzt – obwohl es in der Wohn- und Gewerbezone zweigeschossig (WG2) liegt. Die Parzellen seien für die Gemeinde weder aus strategischer Sicht von Bedeutung noch bestehe seitens des Kantons Bedarf für den Ausbau der Kantonsstrasse am Gwattstutz, bekennt der Spiezer Gemeinderat. «Ein Verkauf ist sogar wünschenswert», heisst es denn auch in seinem Antrag an den Grossen Gemeinderat GGR. Ebendieser wird am Montag an seiner Sitzung entscheiden, ob das, was die Gemeinde besitzt, aber nicht braucht, Gewinn bringend veräussert werden soll. Unbekannter Interessent Die Zustimmung vorausgesetzt, ist definiert, wie viel Geld durch den Verkauf in die Spiezer Gemeindekasse fliessen wird. Es sind mindestens 355000 Franken. Der Mindestverkaufspreis für das zwischen Kantonsstrasse und Bahnlinie liegende Land beträgt 200 Franken je Quadratmeter. «Der Verkauf der Parzellen erfolgt an den Meistbietenden», heissts im Antrag an den GGR. «Wir schreiben das Land selbstverständlich aus», so SP-Gemeindepräsident Franz Arnold, «und wird werden das beste Angebot für die Gemeinde berücksichtigen.» Ist dieses Land aber überhaupt gefragt? «Es gibt konkret einen Interessenten, dessen Namen ich zum jetzigen Zeitpunkt verständlicherweise nicht sage. Diese Tatsache und die, dass kein Eigenbedarf am Land besteht, bilden die Grundlage für dieses Geschäft», sagt Franz Arnold. Ein altes Besitztum Die Frage, weshalb die Gemeinde überhaupt im Besitz dieser beiden Parzellen am Gwattstutz ist, vermag der Gemeindepräsident nicht schlüssig zu beantworten. Er könne nicht nachvollziehen, weshalb dem so sei, so Arnold. Selbst Nachforschungen hätten dazu keine Antworten geliefert. «Was man allerdings sagen kann, ist, dass die Parzellen schon seit langer Zeit der Gemeinde Spiez gehören.» Und das soll nun vorbei sein. Segnet das Spiezer Gemeindeparlament den Verkauf am Montag ab (Arnold: «Es besteht eine positive Haltung»), ermächtigt es die Exekutive, die Kaufverträge abzuschliessen. Jürg SpielmannDie GRR-Sitzung vom Montag, 21. Juni, im Spiezer Lötschbergzentrum beginnt um 19 Uhr und ist öffentlich.>

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