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Gemeinderat möchte die Abwanderung stoppen

OberwilDie Stimmberechtigten genehmigten die Rechnung sowie einen Sanierungskredit für den «Schintistutz». Und die Gemeinde darf möglicherweise ein Haus bauen.

42 von total 620 Stimmberechtigten besuchten die Gemeindeversammlung von Oberwil und genehmigten die Rechnung einstimmig. Diese schliesst bei einem Aufwand von 2,57 Millionen Franken mit einem Gewinn von 27622 Franken ab. Trotz zusätzlichen Abschreibungen in der Höhe von 150000 Franken resultierte gegenüber dem Voranschlag eine Besserstellung um 129360 Franken. Die Versammlung nahm Kenntnis von Nachkrediten in der Kompetenz des Gemeinderates (49329 Franken) und genehmigte weitere in der Höhe von 219260 Franken. Unbestritten war auch der jährliche Betriebsbeitrag von 20000 Franken an den Skilift Rossberg. Soll die Gemeinde bauen? In den 90er-Jahren gelangte die Gemeinde in den Besitz einer Bauparzelle im Hüpbach. 2001 erhielt der Gemeinderat die Kompetenz, das Bauland zu verkaufen, was allerdings nicht gelang. Über einen Ideenwettbewerb wurde dann 2010 ein Bauprojekt auserwählt, das nun der Gemeindeversammlung in den Grundzügen präsentiert wurde. «Es ist nicht unbedingt Gemeindeaufgabe, Wohnraum zu bauen», erklärte Gemeindepräsident Andy Gafner. «Andererseits können wir nicht tatenlos zusehen, wie sich Oberwil entvölkert.» Elisabeth Knutti stellte das geplante Gebäude mit drei Wohnungen (in zwei Varianten) vor, das je nach Ausbau gegen 1,5 Millionen Franken kosten dürfte. «Die Investition ist bereits im Finanzplan einberechnet und sollte ohne Steuererhöhung realisierbar sein», meinte Gafner. In der Diskussion gingen die Meinungen auseinander. «Die Gemeinde sollte das Geld besser anders einsetzen oder die Steuern senken», erklärte ein Votant. Mehrheitlich war man aber der Meinung, auf der brach liegenden Parzelle könnten in schönster Lage gefragte Wohnungen entstehen, die ja vielleicht auch im Stockwerkeigentum verkauft werden könnten. Mir 39 zu 3 Stimmen fiel schliesslich der Grundsatzentscheid, dass der Gemeinderat das Projekt vorantreiben solle. «Wir werden somit wohl im Dezember mit einem ausgereiften Vorschlag wieder vors Volk gelangen», stellte Gafner in Aussicht. Kredit aufgestockt Bereits 2002 war ein Kredit von 70000 Franken zur Sanierung des «Schintistutzes» genehmigt worden. Gebaut wurde dann allerdings nicht, und nach dem Unwetter 2005 mussten Notmassnahmen ergriffen werden. Nun wurde den Stimmberechtigten ein erweitertes Projekt mit Kosten von 350000 Franken vorgelegt. Bund und Kanton haben Beiträge in Höhe von 220000 Franken in Aussicht gestellt. Därstetten würde 25000 Franken übernehmen, und für Oberwil verblieben 105000 Franken. Die Versammlung genehmigte die Kreditaufstockung um 280000 Franken oppositionslos. Mitwirkung Ortsplanung Die Ortsplanungsrevision liegt bis am 27.Juni zur Mitwirkung auf. Oberwil darf 1,8 Hektaren Wohnland einzonen, verfügt aber über Baulandreserven von 3,9 Hektaren. «Neue Einzonungen sind also nur bei gleichzeitiger Auszonung möglich», sagte Andy Gafner. «Wir haben seit 2008 mit unseren ‹Kantonsfreunden› manche Meinungsverschiedenheit ausgefochten und erhielten auch von der Region Thun-Innertport (TIP) keine Unterstützung.» Man habe schliesslich rund 9000 Quadratmeter umzonen können, erklärte die Ortsplanerin Kaja Keller. «Mit der Mischzone Schwendi stiessen wir beim Kanton auf Granit. An anderen Orten waren wir stückweise erfolgreich.» Mit der Revision liegen auch das neue Baureglement und der Erläuterungsbericht auf. «Die Ortsplanung geht dann für drei Monate zum Kanton zur Vorprüfung. Bis Ende Jahr sind dann Einsprachen möglich», informierte der Gemeindepräsident. «Ich hoffe, das Ganze im Frühling 2012 zur Genehmigung vorlegen zu können.»Peter Rothacherwww.oberwil-im-simmental.ch >

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