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Gemeinde will Kasse wechseln

Bisher waren die Angestellten der Gemeinde Oberburg bei der Personalvorsorgestiftung Region Emmental versichert. Nun ist ein Wechsel zur Previs vorgesehen; die Gemeinde kann dabei jährlich 40000 Franken sparen.

Die globale Wirtschaftskrise hat ihre Spuren auch in der Personalvorsorgestiftung Region Emmental hinterlassen: Im Jahr 2008 resultierte ein Verlust von 22 Millionen Franken. Damit verringerte sich der Deckungsgrad von gut 106 auf knapp 88 Prozent, weshalb die Kasse ab Juni 2009 Sanierungsbeiträge von 3 und Verwaltungskosten von 1,6 Lohnprozent erhob. Zudem wurde auf das Jahr 2011 die Umstellung vom Leistungs- auf das Beitragsprimat beschlossen. Vor das Volk Daraus zieht die Gemeinde Oberburg nun Konsequenzen: Sie will ihre zehn Angestellten künftig nicht mehr bei der Personalvorsorgestiftung Region Emmental, sondern – ebenfalls im Beitragsprimat – bei der Pensionskasse Previs, der viele bernische Gemeinden angegliedert sind, versichern lassen. Das Stimmvolk wird an der ausserordentlichen Gemeindeversammlung vom 16.September darüber zu befinden haben. Konkret geht es um einen Nachkredit von 120000 Franken, mit dem die Gemeinde die Unterdeckung ausgleichen will. Zwar ist derzeit die Höhe des genauen Betrags noch nicht bekannt, denn der Deckungsgrad von Ende 2010 wird erst im März 2011 ermittelt. Optimistische Schätzungen gehen von gut 80000 Franken aus, was noch im Kompetenzbereich des Gemeinderats liegen würde, aber es könnte im schlimmsten Fall auch um 115000 Franken oder etwas mehr gehen. Um für alle Fälle gewappnet zu sein, beantragt der Gemeinderat dem Souverän nun einen Spielraum von 120000 Franken. Die Gemeinde kann sparen Je nachdem habe die Gemeinde die Einzahlung nach zwei bis vier Jahren amortisiert, schreibt der Gemeinderat in den Unterlagen zum Geschäft. Danach spare Oberburg pro Jahr knapp 40000 Franken. Aufseiten der Arbeitnehmer betrage die jährliche Einsparung insgesamt gut 26000 Franken. Anders ausgedrückt: Die Gesamtprämie bei der bisherigen Kasse beläuft sich für das Jahr 2011 auf knapp 134000 Franken, währen die Previs lediglich 108000 Franken verlangt. Keine Absprungwelle Für Peter Schär, den Leiter der Personalvorsorgestiftung Region Emmental mit Sitz in Burgdorf, ist der geplante Absprung der Gemeinde Oberburg kein alarmierender Vorgang. Schon nur die Hallenbad AG oder die Localnet AG seien grössere Kunden als Oberburg, sagt er. Und es sei einzig Oberburg, das einen Wechsel vollziehe, die restlichen Versicherten – darunter die Stadt Burdgdorf und das Regionalspital Emmental – blieben ihrer Kasse treu.heb >

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