Sense-Oberland: Aus der Fünfer- wird eine Dreier-Fusion

Die Resultate aus dem dem Kanton Freiburg: Brünisried und Plasselb wollen kein Teil des fusionierten Plaffeien werden. Die drei anderen Gemeinden müssen nun über eine verkleinerte Fusion abstimmen. In Kerzers wurde die Forderung nach einem Generalat anstelle der Gemeindeversammlung abgelehnt.

Mit 815 zu 653 Stimmen sprachen sich die Stimmenden aus Kerzers gegen einen Generalrat aus. Im Freiburger Sense-Oberland ist die Fusion von fünf Gemeinden gescheitert.

Mit 815 zu 653 Stimmen sprachen sich die Stimmenden aus Kerzers gegen einen Generalrat aus. Im Freiburger Sense-Oberland ist die Fusion von fünf Gemeinden gescheitert.

(Bild: Keystone)

Die Fünfer-Fusion im Freiburger Sense-Oberland ist gescheitert. Zwar sagen Plaffeien, Oberschrot und Zumholz Ja zum Zusammenschluss. In Brünisried und Plasselb hat sich die Bevölkerung jedoch dagegen ausgesprochen.

Besonders knapp war das Resultat in Plasselb. 275 Bürger sagten Ja zur Fusion, 294 waren dagegen. Der Nein-Anteil liegt damit bei 51.7 Prozent. In Brünisried war die Ablehnung etwas deutlicher. Hier sagten 221 Bürger Nein (58.3 Prozent) und nur deren 158 Ja.

In den anderen drei Gemeinden war die Fusion wenig umstritten. Der Ja-Anteil in Plaffeien, Oberschrot und Zumholz liegt jeweils bei 75 bis 80 Prozent. Es wird nun eine neue Abstimmung über eine Dreier-Fusion brauchen.

Kerzers will kein Parlament

55 Prozent der Kerzerser Stimmbürger wollen die Gemeindeversammlung beibehalten. Dies, obwohl alle vier Ortsparteien für einen Generalrat warben.Die Kerzerserinnen und Kerzserser wollen die Gemeindeversammlung nicht mit einem 50-köpfigen Generalrat ersetzen. An der Urne haben sie die Forderung mit 815 zu 653 Stimmen abgelehnt. Das entspricht einem Nein-Anteil von 55 Prozent.

Die Bevölkerung stellt sich damit gegen alle vier Ortsparteien, die zusammen für die Einführung eines Parlaments warben. Sie betonten, die Zeit sei reif für einen Generalrat. Die Geschäfte in der wachsenden Gemeinde würden komplexer. «Wir brauchen dringend eine professionellere Auseinandersetzung mit den politischen Themen», sagte Jörg Bönzli (FDP), Präsident der überparteilichen Arbeitsgruppe, vor der Abstimmung. Von 3300 Stimmberechtigten seien teils nur 50 an der Gemeindeversammlung anwesend.

In den letzten Wochen formierte sich jedoch zunehmend Widerstand: Ein Bürger beschwerte sich beim Freiburger Kantonsgericht, die Abstimmungsbotschaft sei einseitig formuliert. Auch haben Gegner in letzter Minute Flugblätter verteilt.

dog

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