Zum Hauptinhalt springen

Schule kann dank höherer Steuern ausgebaut werden

Mit grosser Mehrheit zeigten sich die Kerzerser Stimmberechtigten am Dienstag bereit, für den Ausbau und die Sanierung des OS-Schulhauses tiefer in die Tasche zu greifen und eine Steuererhöhung zu akzeptieren.

Die Orientierungsschule Kerzers ist in die Jahre gekommen. Nun wird sie saniert und erweitert.
Die Orientierungsschule Kerzers ist in die Jahre gekommen. Nun wird sie saniert und erweitert.
Charles Ellena/FN

Während die beiden Vorlagen, Steuererhöhung um 2,9 Prozentpunkte und Bruttokredit von 15,3 Millionen Franken für den Ausbau der OS, für die einen eine Katastrophe darstellten, sahen die andern darin eine sinnvolle Investition in die Zukunft. Am Ende der Gemeindeversammlung vom Dienstag gingen die Schwarzmaler als Verlierer vom Platz.

Ein externes Gutachten?

Mit grosser Mehrheit genehmigten die Stimmberechtigten beide Vorlagen. Nicht zuletzt, weil der für Finanzen und Liegenschaften zuständige Vizeammann, Pierre-Alain Sydler, auf alle Fragen sachlich Stellung bezog. Insbesondere die Co-Präsidenten der FDP, Hans Rhyner und Kathrin Bieri, versuchten die Bürger davon zu überzeugen, die zwei Vorlagen bachab zu schicken. Bieri forderte, das OS-Projekt aufzuschieben und ein externes Gutachten einzuholen.

Sydler erklärte, dies sei machbar, werde aber kaum mehr bringen, als es koste. Um seine Aussage zu untermauern, rekapitulierte er, wo der Gemeinderat schon Abstriche am Projekt vorgenommen habe. Zudem präsentierte er einen Kostenvergleich mit diversen Schulhausbauten inner- und ausserhalb des Kantons, bei dem das Kerzerser OS-Projekt gut abschnitt.

Hans Rhyner schlug vor, den Entscheid über die Steuererhöhung um ein Jahr zu verschieben. Schliesslich werde mit dem OS-Bau erst im Jahr 2011 begonnen. Sydler entgegnete, der Gemeinderat habe sich gegen finanzielle Abenteuer im Zusammenhang mit dem Projekt ausgesprochen. Die guten Resultate der Gemeinderechnung der letzten Jahre würden auf ausserordentlichen und deshalb unberechenbaren Einnahmen beruhen. Zudem betonte er den philosophischen Aspekt der Angelegenheit: «Wollen wir erst sparen und dann investieren, oder erst investieren und dann sparen», so seine rhetorische Frage.

Selbst die Wirkung schriller Voten aus dem Publikum, die Kerzers fachmännisch eine «finanzielle Katastrophe» prophezeiten, verflüchtigte sich wegen der überzeugenden Präsentation durch den Gemeinderat. Mit 111 gegen 40 Stimmen wurde die Steuererhöhung angenommen, während bei der Abstimmung zum OS-Kredit wegen der überzeugenden Mehrheit schon gar keine Auszählung mehr vorgenommen wurde. Die Kerzerser werden ab 2011 neu 2,9 Prozentpunkte mehr, total 85 Prozent, Steuern bezahlen. «Aber dafür erhalten sie mit der neuen OS einen realen Gegenwert», versicherte Sydler.

BZ/hw/hus

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch