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Saubere Technologien fördern

Der Kanton Freiburg will seine Wettbewerbsfähigkeit sowohl im nationalen wie auch im internationalen Vergleich stärken. Er will deshalb seine Wirtschaftspolitik auf die Förderung von «Clean Tech» ausrichten.

Das Elektrizitätsunternehmen Groupe E ist eines der Unternehmen, die in saubere Technologie investieren.
Das Elektrizitätsunternehmen Groupe E ist eines der Unternehmen, die in saubere Technologie investieren.
Vincent Murith/Lib

Freiburg – ein Kanton mit vielen Unternehmen, die im Bereich der erneuerbaren Energien tätig sind oder Produkte mit wenig Schadstoffen herstellen oder die Ressourcen schonend einsetzen. So sieht Volkswirtschaftsdirektor Beat Vonlanthen den künftigen Kanton Freiburg. Ein Freiburger verdiente aber im Jahr 2005 durchschnittlich 39'559 Franken, ein Schweizer 54'031 Franken. Freiburg belegte mit 27 Prozent unter dem Schweizer Schnitt bloss den 24.Rang aller Kantone. Für Vonlanthen ist klar, dass Freiburg produktiver werden und seine Wettbewerbsfähigkeit verbessern muss. Nach einer Studie von Professor Philippe Gugler, Leiter des Forschungszentrums Wettbewerbsfähigkeit an der Uni Freiburg, kam er zum Schluss, dass Freiburg auf «Clean Tech» setzen müsse (siehe Box). Aufbau von ClusternBeat Vonlanthen nannte gestern eine Reihe von Massnahmen, die die Wettbewerbsfähigkeit der Freiburger Wirtschaft fördern. Zentral ist für ihn der Aufbau von Clustern. Eine wichtige Rolle werde dabei das Wissenschafts- und Technologiezentrum des Kantons Freiburg spielen. Dieses soll mit seiner angewandten Forschung den Technologietransfer sowohl innerhalb der Cluster als auch zu Gunsten aller KMU im Kanton gewährleisten. Gugler könnte sich dabei ein Cluster «Clean Tech» in Verbindung mit der Nanotechnologie vorstellen. Beat Vonlanthen denkt auch an die Schaffung eines Kompetenzzentrums «Clean Tech», das alle Kompetenzen des Kantons in diesem Bereich vereint, die Tätigkeit auf höchstem Niveau fördert und die traditionellen Wirtschaftszweige in diese Logik einbindet. Transfer vereinfachenWeiter erwähnte der Volkswirtschaftsdirektor die Eröffnung eines One-Stop-Shops im Adolphe-Merkle-Institut für Nanotechnologie. So soll der Technologietransfer vereinfacht werden. Ziel dieser Anlaufstelle sei es, das Knowhow der Hochschulen den Bedürfnissen der Unternehmen gegenüberzustellen. So sollen die Unternehmen nicht nur von der Forschung der Hochschulen profitieren, sondern ihnen auch ihre Bedürfnisse kommunizieren können. Als weitere Massnahme nannte Beat Vonlanthen die Inbetriebnahme der Plattform «Inno-FR», eines Projekts der Neuen Regionalpolitik. Sie soll den Unternehmen mit Beratungsleistungen für die Innovationsförderung zur Verfügung stehen. Dabei soll auch ein Fonds zur Förderung technologischer und wissenschaftlicher Innovationen geschaffen werden, insbesondere im Bereich «Clean Tech». Vonlanthen stellte auch die Schaffung eines Technologieparks in Aussicht. Das Projekt soll bereits demnächst vorgestellt werden können. Der Staat will auch die Rahmenbedingungen für die Wirtschaft verbessern. Von grossen Steuersenkungen sprach Beat Vonlanthen aber nicht. Er gab sich nach einem Gespräch mit Bundesrätin Doris Leuthard zuversichtlich, dass Freiburg wieder von der Lex Bonny profitieren könnte, dank welcher sich einige Unternehmen im Kanton niedergelassen haben.

BZ/az/hus

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