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Permanence im Spital Merlach stellt alle zufrieden

Die Verantwortlichen ziehen ein positives Fazit 100 Tage nach der Inbetriebnahme der Permanence im Spital Merlach. Sie ist ein wichtiges Element bei der medizinischen Grundversorgung für den ganzen Seebezirk.

Nicht nur gravierende Fälle: Viele Patienten haben seit August die neue Permanence im Spital Merlach aufgesucht, weil sie nicht auf einen Termin bei ihrem ausgelasteten Hausarzt warten wollten – oder weil sie im Seebezirk gar keinen Hausarzt finden.
Nicht nur gravierende Fälle: Viele Patienten haben seit August die neue Permanence im Spital Merlach aufgesucht, weil sie nicht auf einen Termin bei ihrem ausgelasteten Hausarzt warten wollten – oder weil sie im Seebezirk gar keinen Hausarzt finden.
Alain Wicht/La Liberté

Der Saal im Untergeschoss des Spitals Merlach war schon Minuten vor den offiziellen Einweihungsreden proppenvoll. Permanence-Chefarzt Franz Küng zählte mit erstaunter Miene die Anwesenden im Publikum: Rund 70 Gäste aus Politik und Gesundheitswesen waren der Einladung gefolgt.

Seit dem Start der Permanence Anfang August sind 100 Tage vergangen. Die Verantwortlichen nützten dieses kleine Jubiläum, um eine Zwischenbilanz zu ziehen. «Wir sind stolz, eine solche Lösung gefunden zu haben», sagte Hubert Schaller, Generaldirektor des Freiburger Spitals (HFR). Die Permanence sei eine konkrete Antwort auf die Probleme der medizinischen Grundversorgung.

«Neue Ära hat begonnen»

Auch das Zwischenfazit der anderen Redner fiel durchwegs positiv aus. Für Staatsrätin Anne-Claude Demierre entspricht die Veränderung der Notfallversorgung im Spital Merlach «voll und ganz der schweizweiten Entwicklung». Laut Demierre ist mit der Eröffnung der Permanence gar eine neue Ära angebrochen – für den Spitalstandort Merlach wie auch für das Freiburger Spital insgesamt.

«Wir sind heute besser in der Lage, den Bedürfnissen der Bevölkerung gerecht zu werden», zeigte sich Gesundheitsdirektorin Demierre überzeugt. Wie auch Oberamtmann Daniel Lehmann verdankte die Staatsrätin die grosszügige Spende – von Adolphe Merkle.

Der Industrielle hat vor einem Monat 700'000 Franken zur Verfügung gestellt. Dank dieser finanziellen Hilfe kann das Spital Merlach einige Jahre früher als geplant einen Computertomografen anschaffen und Anfang 2010 in Betrieb nehmen. Dadurch können in Merlach künftig die meisten radiologischen Untersuchungen vor Ort durchgeführt werden.

Zu wenige Hausärzte

Auf dieses Votum kam Chefarzt Franz Küng zurück, als er warnte: «Viele Leute befürchten, die Behandlung im Spital käme sie teuer zu stehen.» Deshalb sei es ein Ziel, so Küng, dass die Menschen nicht nur den Computertomografen im Kopf hätten, wenn sie an die Permanence denken. Küngs erste Erfahrung ist, dass viele Patienten die Permanence wegen des Hausarztmangels nützen.

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