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Metzgerei wird versteigert

Das Wohn- und Geschäftshaus der Traditionsmetzgerei Zosso in der Kernzone von Schmitten wird im März versteigert.

Am 19. März unter dem Hammer: Die Liegenschaft der Metzgerei Zosso.
Am 19. März unter dem Hammer: Die Liegenschaft der Metzgerei Zosso.
Charles Ellena/FN

Aus dem aktuellen Amtsblatt ist zu entnehmen, dass das Wohn- und Geschäftshaus der Metzgerei Zosso im Dorfkern von Schmitten am 19. März im Amthaus in Tafers auf Verlangen der Bank gerichtlich versteigert wird (siehe Kasten). Werner Zosso betreibt dort seit vielen Jahren eine Metzgerei. Zur Liegenschaft gehören fünf Wohnungen und ein Studio; insgesamt eine Grundstückfläche von 1859 m2.

«Kein Kommentar»

Zu den Hintergründen der Versteigerung und der Zukunft seines Metzgereibetriebes, zu dem zwei weitere Filialen in Düdingen und Freiburg zählen, wollte Werner Zosso keine Stellung nehmen: «Kein Kommentar.» Er werde zu gegebener Zeit informieren.

Bereits im Oktober 2009 war das Objekt an der F.-X.-Müller-Strasse per Inserat zum Verkauf ausgeschrieben gewesen. Wie Beat Wasem, Partner und Geschäftsführer der Globalplan Immobilienberatung, erklärte, meldeten sich vier Interessenten. Mit zwei wurden konkrete Gespräche über einen Kauf geführt, jedoch ohne Erfolg. «Es war mir klar, dass die Liegenschaft nicht einfach zu verkaufen ist», sagt Wasem. Sie sei gross, verschachtelt und beinhalte verschiedene Elemente.

Auch die Preisvorstellungen seien zu unterschiedlich gewesen. «Die Bank wollte möglichst viel Geld, und der Interessent wollte möglichst wenig dafür bezahlen», erklärt Beat Wasem. Schliesslich habe wohl auch das Dorfgespräch zum Rückzug der Interessenten geführt. «Wenn man weiss, dass eine Liegenschaft versteigert wird, ist es denkbar, dass man die Versteigerung in der Hoffnung auf einen tieferen Kaufpreis abwartet», sagt der Immobilienberater.

Gewerbebetrieb bevorzugt

Für die Gemeinde Schmitten ist diese Parzelle in der Kernzone sehr wichtig für das Dorfleben. «Es ist ganz klar unser Bestreben, dass sich dort nach wie vor ein Gewerbebetrieb niederlässt», sagt Ammann André Burger. «Schön wäre es, wenn man jemanden finden würde, der die nötigen finanziellen Mittel für die ganze Liegenschaft mitbringt», hält er weiter fest. Burger bedauert, dass es zur Versteigerung der Liegenschaft kommt. Die Gemeinde könne jedoch nicht aktiv in dieses Geschäft eingreifen. «Wir werden kein Geld in die Hände nehmen. Was wir bieten können, ist moralische Unterstützung und Hilfe in Bezug auf die gesetzlichen Rahmenbedingungen», sagt er.

Coop doch in Kernzone?

André Burger würde es begrüssen, wenn Coop ihre Pläne für einen Neubau im Dorfkern realisieren würde. Architekt Beat Baeriswyl plant auf der Wiese an der Bahnhofstrasse einen Neubau mit Wohnungen und einer Coop-Filiale im Erdgeschoss. Die Variante, das Wohn- und Geschäftshaus von Werner Zosso zu einer vergrösserten Coop-Filiale umzubauen, hat Baeriswyl überprüft. «Auf Grund der Verkehrs- und Platzsituation ist eine erste Überprüfung eher negativ ausgefallen. Es wäre eine Möglichkeit, aber für Coop wahrscheinlich nicht der beste Standort», sagt er. Auch der Preis für die Liegenschaft ist für seinen Geschmack eher zu hoch. Trotzdem sei man daran, den Kauf der Liegenschaft ein zweites Mal zu überprüfen.

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