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Jugendliche lancieren Anti-Raucher-Projekt

«Stopp dem Rauchen: Sei dir selber lieb!», heisst die Kampagne der Drittkürsler der Orientierungsschule Tafers. Damit wollen sie ihre Mitschüler anspornen, mit dem Rauchen aufzuhören. Mit eindrücklichen Zahlenbeispielen.

Für Michelle Meier und Jana Piller ist klar: «Wir finden es ziemlich schlecht, dass viele an unserer Schule rauchen. Wir sind dagegen und stehen hinter unserem Song.» Die beiden Schülerinnen haben für die Werbekampagne «Stopp dem Rauchen» einen «Anti-Rauchen-Rap» gedichtet. Dieser erzählt von einem Mann, der zu rauchen beginnt und auf einmal keinen Sport mehr treiben und weniger schön singen kann. «Viele fangen wegen dem Gruppendruck zu rauchen an, sie wollen cool sein», sind sich die beiden einig, wieso einige ihrer Mitschüler regelmässig rauchen.

32 Produkte haben die Drittkürsler der OS Tafers in den Workshops erarbeitet. Vom Plakat über eine Fotostory bis hin zu kurzen Filmen oder einer gestellten Lungenkrebsleiche haben sich die Jugendlichen einiges einfallen lassen, um auf die Gefahren des Rauchens aufmerksam zu machen. Als «eindrücklich» beschreibt der 15-jährige Yannic Gauch die Arbeit an der Kampagne. Er habe ausgerechnet, dass es 140000 Franken koste, wenn man mit 15 Jahren zu rauchen beginne und bis 75 täglich ein Päckchen rauche. «Mit diesem Geld könnte man sehr viele andere Sachen kaufen.» So kommen gemäss den Plakaten zwanzig Jahre Rauchen dem Betrag von fünf Weltreisen gleich.

Schon früher ansetzen

«Es wird die Raucher wahrscheinlich nicht zum Aufhören bewogen haben. Aber Gedanken darüber haben sie sich sicher gemacht», meint Yannic Gauch zur Wirkung der Kampagne.

Wunder verspricht sich auch die Projektleiterin Claudia Bühler keine. «Die Raucher werden deswegen nicht aufhören. Hingegen sind die Nichtraucher darin bestärkt worden, nicht anzufangen.» Die OS-Lehrerin ist zufrieden mit der Arbeit der Schüler, aber: «Ich habe im Laufe des Workshops gemerkt, dass diese nicht mit den Dritt-, sondern bereits mit den Erstkürslern durchgeführt werden müssten.» Dort könne die Präventionsarbeit, welche Claudia Bühler nun institutionalisieren möchte, noch mehr bewirken.

Weniger junge Raucher

Gemäss einer Studie der Universität Zürich vom Oktober 2008 ist der Raucheranteil der 14- bis 19-Jährigen in der Schweiz von 29 Prozent in den Jahren 2001/ 2002 auf 24 Prozent in den Jahren 2006/2007 gesunken. Der Raucheranteil bei den jungen Männern ist gemäss der Studie immer noch höher als bei den jungen Frauen, scheint sich aber anzugleichen.

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