Zum Hauptinhalt springen

Erste Diskussion über Nationalgestüt ergebnislos

Pferdezuchtverbände und mehrere Kantonsvertreter haben am Freitag auf Einladung des Bundesamtes für Landwirtschaft die Zukunft des Nationalgestüts in Avenches VD diskutiert. Der Bundesrat will dem Nationalgestüt die finanzielle Unterstützung streichen.

Ahnen von der Diskussion nichts: Die Pferde im Nationalgestüt in Avenches.
Ahnen von der Diskussion nichts: Die Pferde im Nationalgestüt in Avenches.
Urs Baumann

Die Aufgaben und die Finanzen des Nationalgestüts seien bei den Gesprächen in Bern unter die Lupe genommen worden, sagte der Volkswirtschaftsdirektor des Kantons Jura, Michel Probst, auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. Eine Lösung für die Zukunft des Gestüts sei aber nicht gefunden worden.

Die Freiberger-Züchter und die Kantone Jura, Waadt und Freiburg hätten ihre Meinung bekräftigt, dass das Gestüt in den Händen der Eidgenossenschaft weitergeführt werden sollen, sagte Probst. Die Kantone lehnten es aber ab, die Lasten zu tragen. In weiteren Gesprächen wollen sie laut Probst «weiter Druck aufsetzen».

Im Rahmen seines Sparprogramms will der Bundesrat dem Nationalgestüt den Bundesbeitrag von jährlich über 7 Millionen Franken streichen. Voraussichtlich im Herbst wird das Parlament entscheiden.

Das Nationalgestüt erhielt in den letzten Wochen grosse Unterstützung von Pferdefreunden, besonders von den Züchtern der einzigen einheimischen Pferderasse: der Freiberger. Für die Zucht der Freiberger sei das Nationalgestüt unabdinglich.

BLW-Direktor Manfred Bösch sagte in der «Tagesschau» des Westschweizer Fernsehens vom Freitagabend, es würden drei Szenarien studiert: die Leistungen des Nationalgestüts reduzieren, die Preise für seine Leistungen erhöhen und neue private Finanzierungen finden.

SDA/mau

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch