Erfolgreiche Taskforce im Kampf gegen Graffitis

Freiburg

Die Kantonspolizei Freiburg hat während fünf Monaten eine Taskforce eingesetzt, um gegen Tags und Grafittis vorzugehen. Die Bilanz: 170 von 350 Vorfällen sind aufgeklärt, 29 Täter wurden identifiziert.

Weil es in der Stadt Freiburg im 2014 vermehrt zu Sprayereien gekommen war, hat die Kantonspolizei eine Task-Force eingesetzt. Deren Bilanz wird als Erfolg verbucht.

Weil es in der Stadt Freiburg im 2014 vermehrt zu Sprayereien gekommen war, hat die Kantonspolizei eine Task-Force eingesetzt. Deren Bilanz wird als Erfolg verbucht.

(Bild: Kantonspolizei Freiburg)

Zwischen September 2014 und Januar 2015, als die vierköpfige Taskforce der Kantonspolizei Freiburg ihre Ermittlungen gegen Sprayereien in der Stadt Freiburg führte, konnten 29 Beschuldigte angehalten und befragt werden. Diese müssen sich für über 170 Fälle von Sachbeschädigungen verantworten, was bei insgesamt 350 eingereichten Strafanzeigen eine Erfolgsquote von 50 Prozent ausmacht.

Bis zu 200'000 Franken Schaden

«In unseren Augen stellt das einen Erfolg dar», findet Gallus Risse, Chef Kommunikation und Prävention der Freiburger Kantonspolizei. Er spricht von 150'000 bis 200'000 Franken Sachschaden, den diese Täter im Alter zwischen 13 und 25 Jahren verursacht haben. «Die Fälle sind unterschiedlich gravierend. Das geht von Stickern auf Mülleimern bis hin zu ganzen Eisenbahnwaggons, die komplett versprayt wurden.» Auch Verkehrsschilder sowie private und öffentliche Gebäudefassaden seien betroffen.

Die Staatsanwaltschaft und das Jugendgericht – 17 der 29 Beschuldigten sind minderjährig – beschäftigen sich nun mit den Fällen. Nebst den Beschädigungen wurden auch Verstösse gegen das Waffen- und Betäubungsmittelgesetz zur Anzeige gebracht.

Fotografieren, melden

Die Taskforce als solche wird zwar eingestellt, «aber wir behalten die Angelegenheiten natürlich weiterhin im Auge», beteuert Gallus Risse. «Gegenwärtig laufen weitere Ermittlungen in solchen Fällen. Aber es ist noch zu früh, Genaueres zu sagen.» Die Kantonspolizei bittet Personen, die von Sachbeschädigungen betroffen sind, die Tags oder Grafittis zu fotografieren und zu melden.

mb

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