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Ein Herz für die Sensler

Im Sensebezirk entsteht eine neue Schlaufe der «Herzroute». Ab Laupen führt der Radweg für Elektrovelos der Sense entlang nach Plaffeien.

Peter Kunz (links) und Andreas Schärer markieren den Velofahrern die richtige Route. Foto: Beat Mathys
Peter Kunz (links) und Andreas Schärer markieren den Velofahrern die richtige Route. Foto: Beat Mathys

Innerhalb von wenigen Minuten bauen Peter Kunz und Andreas Schärer aus einem kahlen Pfosten einen Wegweiser inklusive Infotafel. Die beiden ehrenamtlichen Monteure scheinen ein eingespieltes Team zu sein. «Nur noch wenige Standorte, dann haben wir es geschafft», sagt Schärer. Seit Februar beschildern sie die Veloroute für Elektrofahr­räder im Sensebezirk. Noch liegt Schnee entlang des kleinen Weges oberhalb von Plaffeien. In knapp zwei Wochen wird hier der neue Rundkurs eingeweiht.

Im Sommerhalbjahr soll die Strecke nicht nur Velobegeisterte in den Bezirk locken. Das Ausflugsziel ist vor allem auf Genussmenschen zugeschnitten, die sich für die landschaftliche, kulinarische und kulturelle Vielfalt der Schweiz interessieren. Dank den in Laupen vermieteten E-Bikes kann jedermann die 72 Kilometer lange Strecke bewältigen. Eine hügelige Landschaft wird hier dem Langsamverkehr zugänglich gemacht.

«Freunde der Herzroute»

Seit rund zehn Jahren sind Kunz und Schärer im Verein «Freunde der Herzroute». Dessen Mitglieder übernehmen den Aufbau und die Pflege der Herzroute. Die beiden rüstigen Senioren haben als Beschilderungsprofis schon manch eine Strecke markiert. «In meinem Berufsleben war ich fast immer in einem Büro», erzählt der 77-jährige Kunz, der auch als Präsident des Vereins tätig ist.

«Die Arbeit entlang der Route ist ein guter Ausgleich, denn ich komme oft raus in die Natur», begründet er seinen Einsatz weiter. Auch Andreas Schärer ist gerne im Ausseneinsatz. Vor rund zwanzig Jahren war er bei der Gemeinde Langenthal für die Förderung von Elektrofahrrädern verantwortlich. «Dadurch habe ich die Erfolgsgeschichte der E-Bikes von Anfang an miterlebt», sagt der 78-Jährige.

Sorglose Rundfahrt

Simon Brülisauer ist Geschäftsführer der Herzroute AG. Sein Unternehmen ist verantwortlich für die Planung und Vermarktung der gleichnamigen Route. «Seit wir 2003 einen ersten Abschnitt in Emmental eröffnet haben, hat sich viel getan», erklärt er. Die Herzroute selbst besteht heute aus 13 Tagesetappen und verläuft die Voralpen entlang, vom Bodensee bis an den Genfersee. Zusätzlich existieren im Seetal und um den Napf zwei mehrtägige Rundfahrten. Mit der Herzschlaufe Sense kommt nun eine eintägige hinzu.

Entlang der Herzroute gibt es eine Vielzahl von E-Bike-Vermietungen, damit auch Leute ohne eigenes Elektrofahrrad mit Unterstützung auf der Strecke unterwegs sein können. Akkuwechselstationen ergänzen das Angebot der Vermietungen. «Die Besucher können sich voll auf die Landschaft konzentrieren, und auch ein kleiner Abstecher ist möglich», sagt Brülisauer zu diesem Service. Weiter betont er, dass es nicht nur ums Velofahren gehe: «Deshalb weisen wir in unserem Routenführer auf Gasthöfe und Sehenswürdigkeiten entlang der Strecke hin.»

Für den sanften Tourismus

Der Gemeindeverband Region Sense war von Anfang an begeistert, als der Anstoss zur Schlaufe von der Herzroute AG kam. Simon Ruch ist der Geschäftsführer dieses Verbands und erklärt: «Es ist uns schon länger ein Anliegen, den Langsamverkehr im Bezirk zu fördern.»

Die Region will durch diesen sanften Tourismus das Gastgewerbe unterstützen und die Bekanntheit des Bezirks als Ausflugsgebiet steigern. Dafür finanzieren die neunzehn Freiburger Gemeinden einen Grossteil der rund 130000 Franken, die das Projekt kostet. Am 30. März wird die Herzschlaufe Sense in Rechthalten mit einer öffentlichen Feier und einer Probefahrt eröffnet.

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