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Die Fusion verzögert sich

Statt 2021 wird Clavaleyres wohl erst 2022 ein Teil von Murten sein.

Trotz Verzögerung ist die Fusion nicht umstritten.
Trotz Verzögerung ist die Fusion nicht umstritten.

Lange fehlte Gemeindepräsident Jürg Truog eine klare Antwort. Wird die Fusion der Gemeinde Clavaleyres mit Murten rechtzeitig über die Bühne gehen, oder muss man mit einer Verzögerung rechnen? Ursprünglich war der Zusammenschluss auf den 1. Januar 2021 geplant. «Vonseiten der Kantone wurde zwar nie an diesem Termin gezweifelt», sagt Truog. Innerhalb der Gemeindeverwaltung munkelte man jedoch, dass sich alles verzögern könnte.

Letzte Woche, während der Session des bernischen Grossen Rates, sorgte Regierungsrätin Evi Allemann (SP) für Klarheit. Als sie das Geschäft dem Rat vorstellte, verkündete sie, dass sich der Übertritt von Clavaleyres zum Kanton Freiburg um mindestens ein Jahr verschieben werde. 18 bis 24 Monate dauere nämlich die Genehmigungsphase des Bundes, schneller gehe es leider nicht.

«Deshalb ist die Umsetzung dieser Fusion und dieses Gebietswechsels nicht vor dem 1. Januar 2022 möglich», so Allemann. Umstritten ist die Fusion von Clavaleyres und Murten jedoch nicht. Sowohl der Grosse Rat des Kantons Bern als auch derjenige von Freiburg gaben grünes Licht für die Gemeindefusion. Entsprechend soll das Stimmvolk der beiden Kantone nächstes Jahr, am 9. Februar, auch an der Urne über das Geschäft entscheiden können – so, wie es von Anfang an geplant war.

«Natürlich ist es schade, dass uns während der offiziellen Verhandlungen niemand von der, anscheinend durchaus absehbaren, Verzögerung erzählte», sagt Gemeindepräsident Jürg Truog heute. Hätte man früher gewusst, dass die Fusion erst 2022 umgesetzt werden kann, hätte man einige Dinge anders geplant. Oder, wie Truog es ausdrückt: «Dann hätte alles einen etwas anderen Fahrplan gehabt.»

Am Ziel des heute 75-jährigen Gemeindepräsidenten ändert dies wenig. «Ob ein oder zwei Jahre länger – ich werde mich auch künftig für die Fusion einsetzen», so Truog. Vorausgesetzt natürlich, er wird im Herbst von der Gemeindeversammlung erneut ins Amt gewählt.

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