Buchbinderei kündigt dem Personal vorsorglich

Schmitten

Die Schumacher AG versucht weiter, die Firma zu retten. Das Konsultationsverfahren wurde abgeschlossen. Das Unternehmen hat alle 83 Arbeitsverträge vorsorglich gekündigt.

Das vor einer Woche eingeleitete Konsultationsverfahren sei abgeschlossen worden, schreibt die Schumacher AG.

Das vor einer Woche eingeleitete Konsultationsverfahren sei abgeschlossen worden, schreibt die Schumacher AG.

(Bild: Keystone)

Vor einer Woche war bekannt geworden, dass die Buchbinderei Schumacher AG in Schmitten in ernsten Schwierigkeiten steckt und von der Schliessung bedroht ist. Das damals eingeleitete Konsultationsverfahren sei nun abgeschlossen worden, schreibt das traditionsreiche Unternehmen in einer Medienmitteilung.

Im Rahmen dieses gesetzlich vorgeschriebenen Prozedere kann das Personal Vorschläge einbringen, wie die Entlassungen vermieden werden könnten. «Die eingebrachten Vorschläge sowie weitere Möglichkeiten zur nachhaltigen Sanierung des Betriebs wurden geprüft und sind in die Suche nach alternativen Lösungen eingeflossen», heisst es in der Mitteilung.

«Wir sind am Diskutieren mit potenziellen Interessenten. Konkret ist noch nichts.»Raoul Philipona, Verwaltungsratspräsident

Wie Raoul Philipona, Präsident des Verwaltungsrats, auf Anfrage erklärt, waren keine Vorschläge dabei, welche die Geschäftsleitung nicht auch schon überlegt hatte. Auf die Frage, ob sich seit der Ankündigung vor einer Woche hinsichtlich Investoren schon etwas getan hat, gibt er sich zurückhaltend: «Wir sind am Diskutieren mit potenziellen Interessenten. Konkret ist noch nichts.»

Die freiburgische Firma hat deshalb vorsorglich alle Arbeitsverträge im Hinblick auf die drohende Schliessung des Betriebs auf Ende März 2020 gekündigt. 83 Personen sind davon betroffen. Weitere 10 haben von sich aus bereits früher gekündigt. Ein Sozialplan sei erarbeitet und unterzeichnet worden, heisst es in der Mitteilung weiter.

Das Unternehmen arbeite weiter an alternativen Lösungen. Er habe letzte Woche viele positive Reaktionen bekommen, Sympathiebekundungen, Unterstützung und Daumendrücken, aber auch Zeichen der Bestürzung, sagte Raoul Philipona auf Anfrage.

im/FN

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