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Flugplatz: Bern sucht die Balance

MeiringenDer Regierungsrat will beim Militärflugplatz Meiringen «mit grosser Sensibilität in alle Richtungen» die Balance zwischen Bevölkerungsschutz und Militärinteressen halten. Entsprechend beantwortet er einen Vorstoss der Grossrätin Christine Häsler.

Welchen Wert haben Gesundheit und Lebensqualität, und wie vertritt der Regierungsrat die vom Fluglärm betroffene Bevölkerung?, wollte die Grüne Grossrätin Christine Häsler wissen. Die befragte Instanz hat nun geantwortet: «Der Regierungsrat ist sich der Problematik des Militärflugplatzes Unterbach in Meiringen bewusst», heisst es in der Antwort. Zum einen betont der Regierungsrat die Position des Flugplatzes als «bedeutender Arbeitgeber». Zum anderen stelle der «Tourismus ein sehr bedeutendes Standbein der regionalen Wirtschaft» dar. «Und natürlich haben die Gesundheit und die Lebensqualität der örtlichen Bevölkerung genauso einen hohen Stellenwert», schreibt der Regierungsrat und verweist auf seine Bemühungen, im Kontakt mit dem VBS auf den Flugbetrieb einzuwirken. In diesem Kontext sei es nötig, mit grosser Sensibilität in alle Richtungen und mit Augenmass die Balance zu finden. Kein Vergleich mit Sitten Bezogen auf den Militärflugplatz Sitten, den Christine Häsler in ihrer Interpellation als Beispiel aufgeführt hatte, schreibt der Regierungsrat: Der Flugplatz in Sitten könne nur bedingt mit dem in Meiringen verglichen werden. Der Regierungsrat verweist auf die 40000 bis 50000 zivilen Flugbewegungen, die in Sitten jährlich stattfänden, «und zwar nicht nur an Werktagen, sondern auch abends und an Wochenenden». Christine Häsler hatte angegeben, dass es in Sitten gelungen sei, die Flugbewegungen drastisch zu reduzieren, in Meiringen jedoch keine vergleichbaren Schritte spürbar seien. Dem widerspricht der Regierungsrat: «Die Belastung des Militärflugplatzes Sitten ist etwa gleich wie in den vergangenen Jahren.» Luftbelastung untergeordnetDie von Christine Häsler angesprochenen Messungen in Bezug auf Schadstoffe und gesundheitliche Belastung der Anwohner werden laut Regierungsrat bis Februar 2012 weitergeführt. Aber: «Aufgrund des aktuellen Wissensstands kann davon ausgegangen werden, dass die Luftschadstoffe für die Umweltbelastung durch den Flugbetrieb nur von untergeordneter Bedeutung sind», so der Regierungsrat. Claudius Jezella>

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