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Fernab der Grenzen wird für den Ernstfall trainiert

InterlakenWährend rund 43 Wochen im Jahr nutzt das Schweizerische Grenzwachtkorps das ehemalige Flugplatzgelände zu Ausbildungszwecken. Dieses Jahr wird der Standort gestärkt: Ein Diensthundegebäude soll gebaut werden.

Das Schweizerische Grenzwachtkorps betreibt seit 2001 auf dem ehemaligen Flugplatz Interlaken ein zentrales Ausbildungszentrum. Im sogenannten Kompetenzzentrum für Sicherheit, Intervention und Technik (Kosit) werden jährlich während rund 43 Wochen verschiedene Aus- und Weiterbildungen durchgeführt. Auf vier verschiedenen Gebieten werden Angehörige des Grenzwachtkorps ausgebildet: Sicherheit, Diensthundewesen, Fahrsicherheitstraining und Ordnungsdienst. «Zu Beginn wurden nur die Fahrsicherheitskurse in Interlaken durchgeführt. Aufgrund der guten und ausbaufähigen Infrastruktur der Armasuisse wurde der Standort Interlaken zu einem Ausbildungszentrum ausgebaut», sagt Max Herzig, stellvertretender Chef des Kosit. Denn nicht nur Angehörige des Grenzwachtkorps werden auf dem ehemaligen Flugplatz in Interlaken ausgebildet. Sondern auch andere Behörden wie die Kantonspolizei Bern nutzen das bestehende Angebot. Definitiver Standort Nachdem rund zehn Jahre lang provisorisch die Gebäude der Armasuisse verwendet worden waren, erhielt das Grenzwachtkorps erst im Jahr 2010 die Bewilligung für einen definitiven Betrieb auf dem Gelände des Flugplatzes. Noch im gleichen Jahr wurde ein neues Schulungsgebäude erstellt, das die alten Baracken der Armasuisse ersetzte. Der Wunsch nach einem definitiven Standort sei gross gewesen, sagt Max Herzig. Aus verschiedenen Ausbildungsstandorten konnte nun auf dem Militärflugplatz das neue Kompetenzzentrum erstellt werden. Dieses Jahr soll ein Diensthundegebäude beim Standort Halle 2 in Bönigen/Interlaken errichtet werden. Darin werden die Schutzhunde, Drogen- und Sprengstoffspürhunde und Lawinensuchhunde während 16 bis 20 Wochen im Jahr einen neuen, den aktuellen Vorgaben der Tierschutzgesetzgebung entsprechenden Unterschlupf finden. Wirtschaftsfaktor fürs Bödeli Das Grenzwachtkorps fühlt sich wohl auf dem Bödeli. «Ich empfinde die Bevölkerung als sehr offen und uns gegenüber wohlgesinnt», sagt Max Herzig. Es sei wichtig, dass das Trainingsareal genügend abgelegen sei, damit es keine Anwohner störe. So habe es bisher noch nie negative Reaktionen gegeben, sagt Herzig weiter. Rund 2000 Teilnehmer des Grenzwachtkorps würden jährlich aus- und weitergebildet und seien in verschiedenen Hotels in Wilderswil, Matten und Bönigen untergebracht. «Aus der ganzen Schweiz reisen Grenzwächter an und übernachten auf dem Bödeli», sagt Herzig. Besonders wertvoll sei dies für die Hotelbetriebe auch in der Nebensaison. Zudem biete das Ausbildungszentrum ständige Arbeitsplätze in der Region.Michelle Geringer >

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