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Fasnacht: Prügel und K.-o.-Tropfen

LangenthalNoch nie gab es im Spital während der Fasnachtszeit so viel zu tun wie heuer: Am Wochenende kam es zu mehreren Schlägereien mit Verletzten. Und ein Opfer musste sich wegen K.-o.-Tropfen behandeln lassen.

Diese Fasnacht wird in die Geschichte eingehen: Noch nie hatten die Ärzte am Spital Langenthal während der närrischen Zeit so viel zu tun wie heuer. Man habe so viele Patienten behandeln müssen «wie noch nie», sagte Elmar Rollwage, Ressortleiter Rettungsdienst bei der Spital Region Oberaargau (SRO) AG. «Es war die Hölle los.» Insgesamt 12 Zwischenfälle verzeichnete die Notfallaufnahme rund um die diesjährige Fasnacht. Und immer war laut Rollwage Alkohol im Spiel. «Wir hatten keinen nüchternen Patienten.» Besonders schlimm traf es einen Mann, dem in einer Schlägerei ein Gesichtsknochen gleich beim Auge gebrochen wurde. Er musste von Langenthal zur Behandlung weiter nach Bern verlegt werden. Bei den insgesamt sechs Schlägereien mit Verletzten kam es darüber hinaus zu einem Nasenbeinbruch. In einem Fall wurde zudem Pfefferspray eingesetzt. Das Opfer musste sich behandeln lassen. Die Mediziner am Spital bekamen aber auch Patienten zu Gesicht, die unter Panikattacken litten oder sich bei Stürzen verletzt hatten. Opfer einer perfiden Tat wurde zudem eine junge Frau: Jemand hatte ihr vermutlich K.-o.-Tropfen in ihr Getränk gemischt. Sie wurde schläfrig, verlor das Bewusstsein und konnte sich nach dem Aufwachen an nichts mehr erinnern. Auch sie landete in der Notfallaufnahme des Spitals. Laut Rettungschef Rollwage ereigneten sich die meisten Zwischenfälle rund um die Markthalle in Langenthal, und zwar alle in der Nacht auf Sonntag. An den übrigen Tagen und Nächten sei es ruhig gewesen. Über die Gründe kann Rollwage nur spekulieren. Er vermutet aber, dass sein Team wegen der vergleichsweise milden Temperaturen viel zu tun gehabt hat. baz>

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