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Ermittlung gegen h.s.

H.S. sitzt zurzeit noch in Untersuchungshaft. Die Ermittlungen gegen ihn dürften noch bis etwa Ende Jahr dauern. So lautet die Einschätzung von Christof Scheurer, dem Informationsbeauftragten der Staatsanwaltschaft Bern. Bis dahin sollte die genaue Opferzahl für die Anklage gegen H.S. vorliegen. Die Anzahl seiner Übergriffe beläuft sich nach aktuellem Stand der Ermittlungen auf 122 Fälle. Unklar ist jedoch, wieviele davon strafrechtlich verfolgt werden: «Es kommen möglicherweise wieder neue potenzielle Opfer dazu, und andere fallen wieder weg, zum Beispiel verjährte Fälle», so Scheurer. Heute sind rund 90 Fälle bereits verjährt, und bis zu Beginn des Prozesses könnten weitere folgen. Auf das Strafmass wird die Verjährung der Fälle laut Scheurer wohl keinen Einfluss haben. Wenn sich das Gericht ein Gesamtbild von einem Täter mache, berücksichtigt es auch verjährte Taten (wir berichteten). 18 seiner Übergriffe hielt H.S. auf Foto oder Film fest. Diese verwendete er vermutlich nur im privaten Rahmen. «Es gibt weiterhin keine Hinweise darauf, dass die Filme in Umlauf gebracht wurden», bestätigt Staatsanwalt Scheurer. Ob H.S. teilweise auch Komplizen hatte, wie man es bei einem Missbrauchsfall in der Nathalie-Stiftung in Gümligen vermutet, wird noch untersucht: «Es kommt in diesem Punkt darauf an, was man unter einer Komplizenschaft versteht.» Eine unterlassene Polizeimeldung eines Heimleiters sei etwas anderes als das aktive Zusammenwirken zweier Täter.mak>

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