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erdbeben/tsunami

Die Welle nahm Toshiyuki Suzuki alles, was ihm wichtig war – und lebensnotwendig ist. Das Wasser riss das Haus des 61-Jährigen mit und schwemmte alles mit: den 91-jährigen Vater, den 25 Jahre alten Sohn und die Medikamente für sein Herz. Ins Spital kommt Suzuki nicht, weil es an der Tankstelle kein Benzin mehr gibt. «Ich habe Probleme mit meinem Herzschlag. Ich brauche unbedingt meine Medizin», sagte ein verzweifelter Suzuki, der an der vom Erdbeben und Tsunami verwüsteten Küste im Nordosten des Landes lebt. Die alten Menschen seien am schwersten getroffen, sagt Patrick Fuller von der Internationalen Vereinigung des Rotes Kreuzes. Im Nordosten fehlt es an Lebensmitteln, Medizin und Elektrizität. Die Wassermassen haben ganze Häuser mit sich gerissen und Schiffe wie Spielzeug auf Felder geworfen. Die Notunterkünfte sind völlig überfüllt. Hinzu kommt die Angst vor der radioaktiven Strahlung. Bei Temperaturen nahe des Gefrierpunkts seien viele Menschen unterkühlt und harrten frierend unter Decken aus, berichtet der Helfer Fuller aus Ishinomaki. Die Wassermassen hätten die halbe Stadt verschlungen. Weil Strassen, Schienen und Häfen in weiten Teile des Nordostens zerstört sind, kann die Hilfe nur schwer ankommen – ein Ende der Not ist nicht in Sicht. «Die Menschen sind körperlich wie psychisch erschöpft», sagt der Direktor einer Schule in Rikuzentakata, die als Auffanglager dient. Rund 1800 Menschen müssen mit zehn notdürftigen Toiletten auskommen. Die Medizin für die chronisch Kranken gehe zur Neige, warnt der Direktor der Schule. Und die Natur meint es weiterhin nicht gut mit den Opfern: Für Morgen waren in einigen Regionen Schnee und Regen vorhergesagt.sda>

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