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Zwei Mauern sollen für Ruhe sorgen

Fehlende Lärmschutzwände beim Pistolenschiessstand blockieren ein Baugesuch für zwei Doppeleinfamilienhäuser. Nun stehen die Wände, und die Bewilligung ist in Griffnähe.

Die Schallschutzwände bei der Schiessanlage in Lützelflüh sind fertig.
Die Schallschutzwände bei der Schiessanlage in Lützelflüh sind fertig.
Thomas Peter

Nach rund zweimonatiger Bauzeit ist es so weit: Die zwei moosgrünen Schallschutzwände beim Pistolenschiessstand am Schützenweg in Lützelflüh sind fertig. Sie dämpfen nicht nur den Lärm, sondern ebnen auch den Weg für die Bagger, damit diese baldmöglichst auf dem gegenüberliegenden Hügel auffahren können. Entstehen sollen dort im Gebiet Rain zwei Doppeleinfamilienhäuser. Die Profile wurden bereits vor einigen Monaten auf­gestellt.

Gebiet Rain vor Lärm schützen

Doch in welchem Zusammenhang stehen die Schallschutzwände und die Doppeleinfamilienhäuser, die rund 600 Meter Luftlinie entfernt liegen? «Die Verbindung liegt in der letzten Ortsplanungsrevision aus dem Jahr 2010», erklärt der Lützel­flüher Gemeindeverwalter Ruedi Berger. Damals wurde im Gebiet Rain eine Fläche eingezont, die Platz für ungefähr sechs bis acht Wohnhäuser bietet.

Um dieses Gebiet vor dem Schiesslärm zu schützen, sieht die Überbauungsordnung Schützenweg-Brandis aus dem Jahr 2012 Lärmschutzwände vor. «2014 wurde ein Lärmschutzgutachten erstellt», berichtet Berger. Dieses habe aufgezeigt, dass die Grenzwerte für das neue Baugebiet geringfügig nicht überschritten würden. Aus diesem Grund sei damals auf das Aufstellen der Wände verzichtet worden.

Neues Gutachten erstellt

Bewegung in das Lärmschutz-Projekt kam im März 2015. Damals wurde bei der Gemeinde ein Gesuch für den Bau von zwei Doppeleinfamilienhäusern eingereicht. Prompt gab es eine Einsprache.

Das wiederum hatte zur Folge, dass die Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion im April 2016 auf ein neues Lärmgutachten bestand. «Die daraufhin erfolgten Messungen zeigten, dass die Werte auch im bestehenden Baugebiet nicht unter-, sondern leicht überschritten werden», erklärt Berger weiter.

Auf diesem Grund habe die Gemeinde entschieden, die Lärmschutzwände, wie sie ursprünglich in der Überbauungsordnung Schützweg-Brandis vorgesehen waren, zu realisieren.

Die Gemeinde Lützelflüh ist es denn auch, die zu einem grossen Teil die Baukosten von ungefähr 100'000 Franken trägt. Einen Beitrag an diese Summe leistet zudem der Pistolenschützen­verein, der Rest soll mithilfe der Mehrwertabschöpfung des neu eingezonten Baugebietes finanziert werden.

Berger ist zuversichtlich

In den nächsten Wochen werden nun erneut Messungen vorgenommen. Sobald die Resultate schriftlich bei der Gemeinde vorliegen, werden diese dem Regierungsstatthalteramt Emmental übermittelt.

Dieses ist die zuständige Baubewilligungsbehörde. Berger ist zuversichtlich, dass die Baubewilligung für die Doppeleinfamilienhäuser erteilt werden kann, da der Lärm nun im Rahmen der gesetzlichen Bestimmung liegt.

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