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Neuer Pächter für den Campingplatz

Am Samstag ist Saisoneröffnung im TCS-Campingplatz am Waldeggweg. Der neue Betreuer, George Kypriotis, ist kein Unbekannter in Burgdorf.

Der Platzwart und seine Ehefrau freuen sich auf die Gäste: George Kypriotis und Eleni Vareli.
Der Platzwart und seine Ehefrau freuen sich auf die Gäste: George Kypriotis und Eleni Vareli.
Christian Pfander

Kalt weht die Bise durch die kahlen Bäume, keine Menschenseele weit und breit. Doch der Kalender sagt, es ist Zeit, die Campingsaison 2019 hat begonnen. Aus einem der Wohnwagen auf dem TCS-Campingplatz Waldegg in Burgdorf tritt ein Mann mittleren Alters, mit modischem Bärtchen und langem Haar: Es ist der gebürtige Grieche George Kypriotis, der bis vor kurzem zusammen mit Gattin Eleni Vareli als Koch das Restaurant Taverna Aphrodite an der Hofstatt betrieb. Das Lokal war bekannt für original griechische Spezialitäten, aber der Umsatz liess vor allem im Winter zu wünschen übrig.

Sein Nachfolger werde mit kosovarischer Küche wohl eher Kunden aus der Heimat anziehen, meint Kypriotis. Während seine Frau einen anderen Job gefunden habe, betreue er jetzt den Campingplatz. «Warum nicht einmal etwas Neues ausprobieren?» meint er, dieser Platz hier sei doch ein kleines Paradies.

Ein Hund muss her

Als Koch wird er hier allerdings nicht glänzen können. Im Chalet hinter Anmeldung und Büro befindet sich zwar eine winzige Küche, und draussen auf der Terrasse steht ein halbes Dutzend Gartentische und -stühle.

«Jeden Tag wandern hier eine Menge Leute vorbei, mit und ohne Hund.»

George Kypriotis, neuer Platzwart auf dem Camping Waldegg in Burgdorf.

«Das Bistro wird wohl nicht nur Campinggäste anziehen», meint der neue Platzwart, «denn täglich wandern hier eine Menge Leute mit und ohne Hunde vorbei.» Nebst Getränken wird er Sandwichs und Würstchen anbieten, vielleicht ab und zu grillieren. Und Ouzo gibts natürlich, griechischen Wein und Bier, «sonst wäre ich kein Grieche» sagt er und lacht.

Apropos Hund: Einen Vierbeiner als Kollegen und eventuelle «Alarmanlage» wünscht sich Kypriotis. Das Aussehen, also die Rasse, sei ihm nicht so wichtig, nur einen guten Charakter müsse das Tier haben.

Bald kehrt Leben ein

Beim Besuch der Zeitung war es noch einsam am Emmestrand. Aber für Samstag habe er schon einige Reservationen, sagt der Grieche, und zwar nicht nur für Campingcars und Wohnwagen, sondern sogar für Zelte. Auch die Dauermieter werden, wenn das Wetter gut ist, wieder auftauchen. «Dann ist es vorbei mit der Ruhe», freut er sich, «dann kehrt wieder Leben ein.»

Er selber wird nicht rund um die Uhr auf dem Platz sein. Zum Schlafen zieht Kypriotis seine in der Nähe liegende Wohnung vor. Und wenn die Saison im Oktober zu Ende geht? «Dann werden wir sehen», meint er gelassen, «ich bin vielseitig, ich finde immer einen Job.»

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