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Mitgegangen, mitgefangen

Die Frau unterstützte ihren Partner bei Drogendeals im grossen Stil. Dafür verurteilte das Regionalgericht sie zu einer bedingten Freiheitsstrafe. Von einem Landesverweis sah es ab.

2017 schnappte die Polizei einen Drogenhändler, der fast 20 Kilo Kokain verkauft haben soll. Seine damalige Lebensgefährtin stand nun vor Gericht.
2017 schnappte die Polizei einen Drogenhändler, der fast 20 Kilo Kokain verkauft haben soll. Seine damalige Lebensgefährtin stand nun vor Gericht.
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Für die Polizei war es ein seltener Fang: Im September 2017 ging ihr in Burgdorf ein Südamerikaner ins Netz, der knapp 20 Kilogramm Kokain für gut eine halbe Million Franken verkauft haben soll.

Während er im vorzeitigen Strafvollzug auf seinen Prozess wartet, musste sich seine damalige Lebenspartnerin nun vor dem Regionalgericht Emmental-Oberaargau verantworten. Die Staatsanwaltschaft warf ihr unter anderem Geldwäscherei sowie Gehilfenschaft zu teilweise bandenmässig begangenen Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz vor. Sie hatte ihren Freund in ihrer Wohnung leben lassen, für ihn Autos eingelöst, Handys und SIM-Karten gekauft und ihn oft bei seinen Einkaufstouren in die Niederlande begleitet. Darüber hinaus wechselte sie für ihn regelmässig Schweizer Franken, die er für das Kokain erhalten hatte, in Euro um.

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