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Mehr Senioren, höhere Ansprüche

Warum es wichtig ist, dass die Player in der Altersversorgung zusammenarbeiten.

Es sei wichtig, jetzt die richtigen Betreuungskonzepte zu entwickeln und zusammenzuarbeiten, sagte der CEO des Spitals Emmental (Symbolbild).
Es sei wichtig, jetzt die richtigen Betreuungskonzepte zu entwickeln und zusammenzuarbeiten, sagte der CEO des Spitals Emmental (Symbolbild).
iStock

Heute sind es rund 20'000. Bis im Jahr 2045 werden es 70 Prozent mehr sein. Das sagte Tony Schmid, CEO des Spitals Emmental. Und er sprach von der Zahl der über 65-Jährigen im Emmental.

Die Regionalkonferenz hielt in Bärau ihr drittes Altersforum ab. Aufgabe der Kommission Altersplanung sei es, Brücken zu schlagen zwischen den Anbietern, sagte Präsident Beat Singer. Das tat sie, indem sie die Partner aus ihrer Praxis erzählen liess. Etwa die Hausärztin Karin Stadelmann aus Schüpbach, die festhielt, dass alt zu sein, nicht gleichbedeutend sei mit krank zu sein, aber ein höheres Risiko dafür biete.

Laut Tony Schmid war jeder dritte Patient, der letztes Jahr als Notfall ins Spital Emmental eingeliefert wurde, über 65-jährig. Und nicht selten bedeutete es, dass sie von einem Tag auf den anderen «vor einer völlig neuen Lebenssituation» standen.

Angesichts der steigenden Zahl älterer Menschen sagte Schmid: «Es ist gigantisch, was auf uns zukommen wird.» Umso wichtiger sei es, jetzt die richtigen Betreuungskonzepte zu entwickeln und möglichst eng zusammenzuarbeiten. «Auf dem Platz Langnau können wir das am besten», sagte Schmid, hier funktioniere das Scharnier zwischen Dahlia, Lebensart, Bewo und dem Spital vorbildlich.

6 bis 20 Diagnosen

Eine Herausforderung für die Langzeitpflege sprach Patrick Walther, Leiter des Alterszentrums Sumiswald, an. Während die durchschnittliche Aufenthaltsdauer sinke, weil die Bewohner später einträten, nehme die Polymorbidität zu.

Will heissen: «Kaum ein Bewohner hat weniger als 6 Diagnosen, manche haben deren 20.» Gleichzeitig steigen laut Walther die Ansprüche der Angehörigen: «Vor zehn Jahren war es kein Problem, Zweierzimmer zu belegen, heute ist das praktisch unmöglich.»

Diese höheren Erwartungen bekommen auch die etwa 600 Personen zu spüren, die hier für eine öffentliche Spitex unterwegs sind. Cornelia Steinmann, Geschäftsleiterin der Spitex Region Emmental, sagte: «Vor zehn Jahren war man froh, wenn eine unserer Mitarbeiterinnen kam, heute erwartet man, dass sie Punkt 8 Uhr kommt. Und zwar jeden Tag die gleiche.»

Es gebe immer eine Lösung, wenn jemand seine Selbstständigkeit verliere, versicherte François Felber, Regionalleiter Pro Senectute Emmental-Oberaargau. Sein Hauptjob ist es, im Einzelfall die passende zu finden.

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