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Hotel Orchidee soll neu aufblühen

Vieles wird beim Burgdorfer Hotel Orchidee anders. Auch personell. Derzeit wird eine Nachfolge für die Geschäftsführerin Heidi Beyeler gesucht.

Heidi Beyeler verlässt den Hotelbetrieb. Sie wird innerhalb der Stiftung Lebensart eine neue Stelle antreten.
Heidi Beyeler verlässt den Hotelbetrieb. Sie wird innerhalb der Stiftung Lebensart eine neue Stelle antreten.
Thomas Peter

Schon einige Änderungen hat es im Hotel Orchidee in der Burgdorfer Oberstadt gegeben. Dabei ist dieses erst vor fünf Jahren eröffnet worden. Mit einem be­sonderen Konzept. Es arbeiten dort auch Menschen mit einer Behinderung.

Vom Laden zum Restaurant

Erst setzte man nebst der Gastronomie und der Hotellerie auf den Verkauf von Produkten, die im Heimbetrieb in Bärau hergestellt wurden. Eine naheliegende Zusammenarbeit, denn die Stiftung betreibt nebst dem Heim das Hotel. Doch ein Jahr später bereits wurde der Laden geschlossen und die Gastronomie erweitert.

Vor einem Jahr reduzierte man dann das Mittagsangebot. Neu gab es ein weniger oft wechselndes Menü, und die Dachterrasse wurde nicht mehr bedient. Und nun soll ab September das Restaurant abends geschlossen bleiben.

«Wir haben alles probiert, aber wir haben abends einfach zu wenig Gäste im Restaurant», sagt Markus Hobi, Geschäfts­leiter der Stiftung Lebensart. Der Umsatz decke gerade mal die Personalkosten, hält er fest.

«Wir wollen zwar keinen Gewinn erzielen, es muss jedoch kosten­deckend sein.» Nichts ändern wird sich hingegen bei den Übernachtungen. Die fünfzehn Hotelzimmer seien nach wie vor gut ­gebucht, so Hobi. Beibehalten wird ebenfalls der Mittagsbetrieb.

«Wir haben alles probiert, aber wir haben abends einfach zu wenig Gäste im Restaurant.»

Markus HobiGeschäftsleiter der Stiftung

Auch wenn das Angebot auf saisonale Imbisse reduziert wird. Und dies, obwohl vielerorts der Mittagsbetrieb als weniger lukrativ gilt. Denn die Menüs werden dann günstiger angeboten, und die Gäste konsumieren weniger Getränke als abends.

Dass die Stiftung Lebensart trotzdem auf den Mittag setze, habe zwei Gründe. «Wir haben mittags mehr Stammkunden», sagt Markus Hobi. Zudem könnten die Mitarbeitenden mit einer Beeinträchtigung tagsüber besser eingesetzt werden. Abends seien hingegen die anderen Mitarbeiter in der Küche und im Service tätig.

Stellen werden abgebaut

Die Konzeptänderung wird personelle Folgen haben. Einerseits sollen künftig mehr Menschen mit Beeinträchtigung im Orchidee arbeiten. «Wir wollen von drei auf sechs Stellen erhöhen», so Hobi. Andererseits wird beim übrigen Personal abgebaut.

Von den zwölf Angestellten werden vier nicht mehr im Hotel be­schäftigt. «Für eine Person haben wir innerhalb der Stiftung eine Lösung gefunden, die anderen werden wir bei der Suche nach besten Kräften unterstützen», sagt Hobi

Auch bei der Leitung gibt es einen Wechsel. Geschäftsführerin Heidi Beyeler werde künftig in der Stiftung Lebensart im Bereich Integration arbeiten. «Nachdem sie mehr als vier Jahre lang alles gegeben hat und doch die gewünschten Resultate ausblieben, wird sie die Übergabe tatkräftig unterstützen und freut sich auf die neue Aufgabe», so ­Hobi.

Derzeit werde eine Geschäftsführerin oder ein Geschäfts­führer gesucht. Und die Suche eilt. Nach einmonatiger Pause soll das Hotel Orchidee nämlich bereits im September unter neuer Leitung und mit neuem Konzept wiedereröffnet werden.

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