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Frühstücken mit Audrey

Der Verein Filmfrass will Kinoerlebnis und Kulinarik unter einen Hut bringen. Am Sonntag feiert er Premiere mit einem Klassiker.

Yves Aeschbacher veranstaltet mit seinem Verein Kinoerlebnisse.
Yves Aeschbacher veranstaltet mit seinem Verein Kinoerlebnisse.
Thomas Peter

Das schwarze Abendkleid mit Perlen besetzt, die Haare hoch­gesteckt. Elegant und zugleich mit einer gewissen Nonchalance schlendert die junge Dame entlang des Schaufensters von Tiffany’s. Vor den funkelnden Ringen hält sie kurz inne, nimmt ein Croissant aus der Papiertüte und beisst herzhaft zu. Das New Yorker Partygirl Holly Golightly lässt es sich gut gehen – da gehört ein Frühstück um die Mittagszeit ­dazu.

Burgdorf ist zwar nicht ganz New York, und die Krone hat trotz ihres majestätischen Namens wenig mit einem Edeljuwelier gemein. Doch soll sich dort an diesem Sonntag Ähnliches zutragen wie einst im Filmklassiker mit Audrey Hepburn. Für die passende Stimmung wird «Breakfast at Tiffany’s» gleich selbst sorgen.

Die erste Vorstellung

Und zwar mit einer Premiere. Erstmals lädt der Burgdorfer Verein Filmfrass zu Speis, Trank und Film. «Wir machen aus dem ­Kinomorgen einen Event», sagt dessen Präsident Yves Aeschbacher. So wird vor dem Film im Restaurant Krone ein Frühstück serviert. Wohl werden Croissants und Cüpli geboten. Aber auch Währschafteres, beispielsweise Rösti und Speck.

Zur Kelle greifen die Vorstandsmitglieder gleich selbst. Stefan Berger und Martin Egger, Geschäftsführer der Berchtold Group, werden für einmal im Restaurant Krone hinter dem Herd stehen. Für die Organisation und die Filmauswahl sind dann die übrigen Vorstandsmitglieder zuständig.

Denn auch der Filmemacher Raff Fluri und Manuel Zach, Betreiber der Kinos Rex und Krone, sind mit an Bord. Viermal jährlich werden sie einen Filmevent organisieren. Zeigen wollen sie nicht unbedingt die neusten Blockbuster. Sondern Klassiker, Unbekanntes und Exotisches. Ein Bollywoodfilm in Kombination mit Bier und Brezel steht in diesem Sommer auf dem Programm. Dieser soll an der Cinété, dem Open-Air-Kino beim Schützenhaus, gezeigt werden.

Beim Umtrunk entstanden

Dort entstand im vergangenen Jahr die Idee für den Verein. Beim Umtrunk nach dem Kinoabend. «Wir alle mögen gute Filme und gutes Essen», sagt Aeschbacher. Da habe man sich gedacht, dass diese Kombination auch den übrigen Einwohnern Burgdorfs gefallen könnte.

Ob dem so ist, wird sich morgen zeigen. Der Verein machte über die sozialen Medien auf die Veranstaltung aufmerksam. Und wer sich für den ersten Event anmeldet, wird zugleich Vereinsmitglied. Einzig die Erfolgskontrolle könnte eine kleine Herausforderung sein. Denn bezüglich Zuschauerzahlen haben die Vorstandsmitglieder recht unterschiedliche Erwartungen. «Ich bin mit 30 Leuten zufrieden», sagt Yves Aeschbacher. ­Stefan Berger hingegen habe die Ziele etwas höher gesteckt, 50 Besucher möchte er bekochen.

In Zukunft kann sich Aesch­bacher die Zusammenarbeit mit verschiedenen Emmentaler Gastro- und Kulturbetrieben vorstellen. Auch die Vereinsmitglieder könnten sich mit ihren Ideen einbringen, meint er. «Vielleicht zeigen wir ja mal einen Gotthelf-Film auf einem Heustock.»

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