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Findet sich kein Pächter, springt der Besitzer ein

Der Gasthof Rosegg ist geschlossen. Liegenschaftsbesitzer Beat Glanzmann ist auf der Suche nach einer Nachfolge. Sollte sich niemand finden, wird er in der Wintersaison selbst in der Küche stehen.

Jacqueline Graber
Seit ein paar Tagen herrscht Stille: Der Gasthof Rosegg ist derzeit ohne Wirt.
Seit ein paar Tagen herrscht Stille: Der Gasthof Rosegg ist derzeit ohne Wirt.
Thomas Peter

Trotz Sonne hat es keine Wanderer auf der Gartenterrasse, die sich ein kaltes Getränk gönnen. Und auch keine Ausflügler, die extra für einen Zvieri einen der hintersten Zipfel im Emmental angesteuert haben. Denn seit ein paar Tagen ist der Gasthof Rosegg in Schangnau geschlossen.

Zwölf Jahre lang haben Daniel und Irene Rüegsegger hier gewirtet. Dann führte sie der Weg nach Oberburg. Daniel Rüegsegger übernahm die Pacht des Gasthofs Steingrube, der heute wiedereröffnet wird.

Keine Luxusimmobilie

Besitzer des Gasthofs Rosegg ist Beat Glanzmann. Er führt mit seiner Ehefrau Elisabeth in Wiggen den Rosengarten, eine «Feierabendwirtschaft», wie er es nennt. Nachmieter für die Rosegg hat er noch keinen gefunden.

«Doch ich habe erst ein Inserat geschaltet», sagt der Besitzer, der demnächst weitere Annoncen aufgeben will. Laut Glanzmann wäre das Objekt geeignet für Neueinsteiger. Er betont, dass der neue Pächter das Betriebsinventar nicht kaufen müsste, wie es normalerweise üblich sei.

«Rund zwei Drittel des Jahresumsatzes werden im Winter erzielt.»

Beat Glanzmann, Besitzer der Rosegg

Für Glanzmann käme nicht nur die Pacht, sondern auch der Verkauf der Liegenschaft infrage. Das ältere Gebäude verfügt über eine Wirtewohnung und einen Saal mit 110 Plätzen. In der Gaststube wie auch auf der Gartenterrasse hat es Platz für je 50 Personen, und im Keller befindet sich eine urchige Bar.

Auch Übernachtungsmöglichkeiten in Massenlagern und Doppelzimmern stehen zur Verfügung. Glanzmann betont jedoch, dass es sich bei der Rosegg um keine «Luxusimmobilie» handle. Sehr komfortabel hingegen sei die Lage. Das Restaurant befindet sich direkt an der Piste der Skilifte Bumbach.

«Rund zwei Drittel des Jahresumsatzes werden im Winter erzielt», sagt Glanzmann, der die Liegenschaft 1999 erworben hat. Und was, wenn sich kein Nachmieter oder Käufer findet? Dann werde er selbst den Betrieb führen. «Jedoch nur von Dezember bis März, während der Ski­saison.»

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