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Eine langfristige Investition

Einige der Kachelöfen aus der Werkstatt der Gebrüder Herrmann sind heute noch in Betrieb. Zum Beispiel in Lauperswil.

Dieser Ofen aus dem Jahr 1824 wärmt eine Stube in Lauperswil.
Dieser Ofen aus dem Jahr 1824 wärmt eine Stube in Lauperswil.
Andreas Heege
1802/1803 gebaut, steht dieser Ofen im Chüechlihus.
1802/1803 gebaut, steht dieser Ofen im Chüechlihus.
Andreas Heege
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Johannes Lüthi, Handelsmann und Aide-Major (Militärarzt) von Langnau, errichtete im Verlauf der Jahre 1802/1803 ein neues Haus auf dem Grundstück Höheweg 3. Was lag näher, als es mit den Kachelöfen der Nachbarhafnerei der Gebrüder Herrmann auszustatten.

Einer dieser bunten und schönen Öfen steht heute im Regionalmuseum in Langnau, andere noch am Ursprungsort. Charakteristisch ist die Kombination von rot-gelben Kacheln des Ofenkörpers mit Zonen heller Gesimskacheln und einem schmalen Kachelfries mit bunten ­Fantasielandschaften sowie kleinen Soldatendarstellungen.

Ab etwa 1810 änderte sich die Kachelofenmode dann grundlegend. Jetzt wurden nur noch weisse Fayenceöfen mit manganvioletter Bemalung hergestellt, von denen sich eine kleine Anzahl bis heute in den Haushalten der Region erhalten hat.

Ein besonders schöner, aber unsignierter Ofen steht in Lauperswil, Längenbach 105. Das Haus wurde 1804 als Stöckli oder Küherhaus von Ulrich Lüthi erbaut. 1813 kaufte es dessen Bruder Christian und 1822 sein Neffe Ulrich Lüthi, der seit 1819 Besitzer der Mühle Längenbach war. 1824 liess er für sich und seine Frau Verena Lüthi, die Tochter des Müllers Lüthi von der Neumühle, einen neuen Kachelofen einbauen.

Die Ofenkunst ist mit den Besitzernamen in kalligrafischer Schönschrift verziert und auf 1824 datiert. Auf der Seite findet sich das sprechende Wappen der Familie Lüthi, ein prächtiger Löwe, der eine Glocke mit den Initialen «UL» in den Pranken hält.

In loser Folge stellte Andreas Heege Menschen und Gegenstände aus der Geschichte der Langnauer Keramik vor. Mit diesem Beitrag endet die Serie.Mehr lesen? Kürzlich ist sein zweibändiges Buch, das er in Zusammenarbeit mit Andreas Kistler verfasst hat, erschienen.

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