Ein starkes Zeichen

Burgdorf

Der Regierungsrat will die Umnutzung von Schloss Burgdorf mit fast 10 Millionen Franken unterstützen. Ein Kommentar von Redaktionsleiter Philippe Müller.

Philippe Müller

9,4 Millionen Franken will der Regierungsrat dafür einsetzen, das mehr als 800-jährige Zähringerschloss Burgdorf neu zu beleben und in die Neuzeit zu überführen. Das ist eine gute Nachricht. Die fast noch bessere ist die, dass sich der Regierungsrat damit einen Ruck gegeben hat, der überfällig war. Denn zuvor hatte sich der Kanton Bern als Eigentümer lange in vornehmer Zurückhaltung geübt, als es darum ging, für das seit drei Jahren fast leer stehende Schloss von nationaler Bedeutung eine zukunftsträchtige Lösung zu finden.

Mit dieser Geldspritze – die der Grosse Rat erst noch bewilligen muss – setzt die Regierung nun ein starkes Zeichen für die Region Burgdorf. Das Projekt, in diesem historisch wertvollen Gebäude eine Jugendherberge einzurichten, wurde von den diversen Partnern sorgfältig aufgegleist. Das Geld des Kantons dürfte also gut investiert sein.

Die Zusage des Regierungsrates ist auch ein persönlicher Erfolg für Elisabeth Zäch. Burgdorfs Stadtpräsidentin hat sich einmal mehr als geschickte Brückenbauerin erwiesen und dazu beigetragen, dass sich Kanton und Stadt wieder auf Augenhöhe begegnen. Die Animositäten aus der Zeit, als der Kanton Schloss Burgdorf verkaufen wollte und sich Burgdorf und andere Gemeinden erfolgreich dagegen wehrten, scheinen überwunden zu sein.

Mail: philippe.mueller@bernerzeitung.ch

Berner Zeitung

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt