Zum Hauptinhalt springen

Die Zauberlaterne soll weiterbrennen

Der internationale Filmclub für Kinder sucht seit Anfang Dezember fünf neue Mitstreiter auf freiwilliger Basis.

Bisher wurde erst die Stelle in der Buchhaltung besetzt.
Bisher wurde erst die Stelle in der Buchhaltung besetzt.
Sandra Walser

Seit über zehn Jahren gibt es ihn auch in Burgdorf, den Filmclub Zauberlaterne: für Kinder im Alter von 6 bis 12 Jahren. Bis letzten September hatte der Burgdorfer This Bay die Koordination inne. Er führte diese Arbeit während fünfeinhalb Jahren interimsmässig als Angestellter des Dachverbandes Zauberlaterne in Neuenburg aus. «Zusammen mit drei auf freiwilliger Basis arbeitenden Mitarbeiterinnen», präzisiert Bay.

Ursprünglich sei sein Ziel gewesen, den Filmclub in Burgdorf als eigenständigen Verein zu führen. «Leider habe ich dafür zu wenig Leute gefunden», sagt er. Bay arbeitet nun für das Sonohr-Radio-und-Podcast-Festival.

Vorstellung nicht gefährdet

Nach dem Weggang Bays sucht die Laterne erneut Freiwillige, um den Betrieb in Burgdorf aufrechterhalten zu können. Seit Anfang Dezember sind fünf Ressorts ausgeschrieben. Gesucht werden eine Kinobegleitung, jemand für die Adressverwaltung, eine Kommunikations- sowie eine Clubverantwortliche und jemand für das Fundraising. Finanziell unterstützt wird der Club von der Stadt, der Burgergemeinde und dem Kanton Bern.

Bislang habe erst die Stelle in der Buchhaltung besetzt werden können, sagt Lorenzo Berardelli vom Dachverband. Trotzdem sei die nächste Filmvorstellung von morgen Samstag im Kino Krone nicht gefährdet. Berardelli ist mit einer weiteren Person für die Koordination der 30 Filmclubs in der ganzen Deutschschweiz zuständig. Bei personellen Engpässen in den Clubs würden die fehlenden Mitarbeiter jeweils vom Dachverband aus interimistisch eingesetzt. Allerdings sei dies auf längere Sicht keine tragbare Lösung, so Berardelli.

Und obwohl aktuell auch andere Städte freiwillige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die Zauberlaterne- Filmclubs suchten, würden die Stellen jeweils, besonders in grösseren Städten, schnell besetzt. Burgdorf sei übrigens der einzige Club in der Deutschschweiz, der vom Dachverband aus geführt werden müsse. Obwohl Bay in den letzten Jahren auch interimistisch tätig war, sei er, da er mit seiner Familie in Burgdorf wohne und die Stadt kenne, ein Glücksfall gewesen.

Ergänzung zum Schulstoff

«Es wäre schön, wenn wir Freiwillige aus Burgdorf für die ausgeschriebenen Stellen finden würden», sagt This Bay. Seien diese doch mit den unterschiedlichsten Gegebenheiten, wie den Schulen oder den Behörden im Zähringerstädtchen, vertraut. Momentan sei noch eine einzige Frau regelmässig im Kinosaal für die Betreuung der Kinder tätig. Bay sieht sogar in einem Zweierteam eine mögliche Lösung dafür, die Zauberlaterne nicht erlöschen zu lassen. Die Nachfrage sei nach wie vor ungebrochen.

Rund 70 Kinder hätten in der letzten Vorstellung den Film verfolgt. Bay sieht das Angebot, mit Streifen von der Stummfilmzeit bis in die Moderne, als wichtige Ergänzung zum Schulstoff. «Die aktuelle Medienbildung in der Schule ist leider marginal.»

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch