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Die unermüdlichen Strickerinnen

Mit «D Lismerfroue vo Eriswil» bring der Gemischte Chor Grünenmatt ein Stück auf die Bühne, bei dem es längst nicht nur um einen fairen Lohn geht.

Tagaus, tagein die gleiche Arbeit: Während die älteren Frauen sich mit dem Schicksal abgefunden haben, träumen die junge Lismerinnen von einer besseren Zukunft. Fotos: Christian Pfander
Tagaus, tagein die gleiche Arbeit: Während die älteren Frauen sich mit dem Schicksal abgefunden haben, träumen die junge Lismerinnen von einer besseren Zukunft. Fotos: Christian Pfander

Die Frauen haben alle weisse Tücher über ihren Schoss gelegt, sie decken damit ihre Werktagsschürzen ab. Auf keinen Fall darf die Lismete, wenn sie ihre schmerzenden Hände für kurze Zeit zum Ausruhen in ihren Schoss legen, schmutzig werden. Man schreibt das Jahr 1943, der Zweite Weltkrieg tobt, viele Männer sind im Aktivdienst. Sechs Frauen, drei Generationen sitzen an einem warmen Märztag vor einem Haus in Eriswil und stricken. Und während Anna ihrer jüngsten Schwester Vreneli das Handwerk beibringt, spielen ihre Brüder am Boden mit einem Holztraktor. «Nimm die Nadeln in beide Hände», mahnt Anna ihre Schwester.

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