Utzenstorf

Die Kinder müssen nicht mehr lange warten

Utzenstorf In Kürze wird mit dem Bau des Spiel- und Begegnungsplatzes begonnen. Vor mehr als vier Jahren ist die Idee entstanden. Doch es brauchte viel Geduld, bis das Vorhaben alle Hürden überspringen konnte.

Auf der Wiese neben der Tagesschule (weisses Flachdachgebäude) stehen bald Spielgeräte.

Auf der Wiese neben der Tagesschule (weisses Flachdachgebäude) stehen bald Spielgeräte. Bild: Thomas Peter

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Vor über einem Jahr titelte diese Zeitung: «Nach drei Jahren rückt der Spielplatz näher.» Das budgetierte Geld war gesammelt, und die Gemeinde Utzenstorf hatte ihren Segen gegeben. Doch dann passierte lange gar nichts. Das Baugesuch war zwar eingereicht worden, damit begannen aber die Probleme. Im Herbst schrieb die BZ dann: «Der Spielplatz liegt vorerst auf Eis.» Eine Einsprache verzögerte das Projekt. Es musste ein Lärmgutachten eingeholt werden. Mittlerweile steht aber fest: Die Baubewilligung für den Spiel- und Begegnungsplatz hinter dem Verwaltungsgebäude liegt vor. Die kantonale Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion wies die Einsprache ab, dieser Entscheid wurde danach nicht an die nächste Instanz weitergezogen.

Es kostet mehr als budgetiert

Über vier Jahre nach der ersten Idee kann das Projekt also um­gesetzt werden. Allerdings wird es teurer als ursprünglich geplant. Die Gemeindeversammlung hatte im Dezember 2015 einen Bruttokredit über 230 000 Franken bewilligt. Dabei darf der Gemeindeanteil 70 000 Franken nicht überschreiten. Der Rest muss mit Spenden gedeckt werden. Nun zeigt sich: Das Geld reicht nicht. Der Bruttokredit für den Spiel- und Begegnungsplatz wird deshalb um 60 000 Franken aus fremden Mitteln erhöht. Der Gemeinderat hat den nötigen Nachkredit bewilligt – unter dem Vorbehalt des fakultativen Re­ferendums.

Die für den Spiel- und Begegnungsplatz zuständige Arbeitsgruppe hat das Geld laut Anna-Katharina Schwab jedoch bereits beisammen. Sie ist Gemeinde­rätin Soziales und Mitglied der Arbeitsgruppe. Derzeit liegt der Stand der Spendenbeteiligung bei 226 000 Franken. 141 000 Franken seien schon auf dem Spendenkonto. Zudem seien von einer Stiftung und einem Fonds Beiträge von mindestens 85 000 Franken zugesichert.

Warum wird der Spielplatz nun teurer als ursprünglich budgetiert? Nachdem die Bewilligung erteilt wurde, habe die Arbeitsgruppe im April erste Offerten eingeholt, erklärt Schwab. «Dabei haben wir gemerkt, dass 230 000 Franken für den Bau nicht reichen werden.» Auch, weil er behindertengerecht erstellt werde. Einerseits führe das zu höheren Kosten, andererseits löse das aber auch Spenden von Stiftungen und Fonds aus, die genau solche Projekte unterstützten.

Die Arbeitsgruppe habe sämtliche Ausgabenpositionen kritisch hinterfragt und versucht, aufgrund der höheren Kosten Anpassungen vorzunehmen, «ohne dass wir bei den Spielgeräten Abstriche machen müssen», so die Gemeinderätin. Einsparungen gibt es nun beim Parkplatz, der nicht so gebaut werde wie ursprünglich geplant. Er dürfte eher rudimentär ausfallen.

Einfache Sanitärarbeiten

Nur geringe Kosten löst laut Schwab die Toilettenanlage aus. Am Rand der Wiese, auf welcher der Spiel- und Begegnungsplatz gebaut wird, steht ein kleines Gebäude mit einem alten WC, das noch funktioniert. Es müssten darin nur einfache Sanitärarbeiten vorgenommen werden, so die Gemeinderätin.

Die Arbeitsgruppe muss nun noch die Referendumsfrist abwarten, bevor sie offiziell den Startschuss für den Spiel- und Begegnungsplatz geben kann. Die Frist läuft bis zum 9. Juli. Bleibt sie ungenutzt, sollen sofort Offerten eingeholt und danach die Aufträge vergeben werden. Ebenfalls wird dann das Benutzungsre­glement für den Spiel- und Be­gegnungsplatz fertiggestellt. Die Arbeitsgruppe habe bereits Vorarbeit geleistet und eine erste Version des Reglements dem Gemeinderat vorgelegt. Schwab will an der Gemeindeversammlung heute Abend ausführlich über das Spielplatzprojekt informieren. (Berner Zeitung)

Erstellt: 13.06.2018, 06:50 Uhr

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Leser-Reporter

Haben Sie etwas Aussergewöhnliches gesehen, fotografiert oder gefilmt? Ist Ihnen etwas bekannt, das die Leserinnen und Leser von Bernerzeitung.ch/Newsnet wissen sollten? Senden Sie uns Ihr Bild, Ihr Video, Ihre Information per MMS an 4488 (CHF 0.70 pro MMS).
Die Publikation eines exklusiven Leserreporter-Inhalts mit hohem Nachrichtenwert honoriert die Redaktion mit 50 Franken. Mehr...

Paid Post

Es gibt Besseres als Escorts

Echte Erotik und richtigen Sex, bei dem beide Lust aufeinander haben, findet man nicht bei Escorts. Aber dafür beim Casual-Dating im Internet.

Kommentare

Blogs

König Fussball

History Reloaded Die willkommene Einmischung der USA

Abo

Die ganze Region. Im Digital-Light Abo.

Die BZ Langenthaler Tagblatt digital im Web oder auf dem Smartphone nutzen. Für nur CHF 17.- pro Monat.
Jetzt abonnieren!

Die Welt in Bildern

Nacktbaden: TeilnehmerInnen des Dark Mofo Sommersonnenwenden Nackschwimmens stürzen sich in den Fluss Derwent im australischen Hobart. (22.Juni 2018)
(Bild: Rob Blakers/EPA) Mehr...