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Die Gemeinde zahlt, damit die Schützen bleiben

Der Gemeinderat Röthenbach will nicht riskieren, dass sich der Schützenverein auflöst. Für die Erneuerung der Trefferanzeigen hat er einen Kredit von 80 000 Franken bewilligt.

Damit das Schützenhaus in Röthenbach nicht verwaist, greifen die Behörden in die Tasche.
Damit das Schützenhaus in Röthenbach nicht verwaist, greifen die Behörden in die Tasche.
Thomas Peter

Die Gemeinden sind verpflichtet, den Schützen, die das obligato­rische Programm schiessen, eine unentgeltliche Schiessgelegenheit zur Verfügung zu stellen. Aktuell absolvieren in Röthenbach 71 Schützen das Obligatorische, davon 27 Pflichtschützen. Könnte die Gemeinde keine Schiessanlage zur Verfügung stellen, müsste sie sich in eine andere Organisation einkaufen. Dabei müsste mit Kosten von bis zu 100 000 Franken pro Scheibe gerechnet werden.

Dämme sanieren

Zudem würden in den nächsten Jahren Kostenbeteiligungen für die vom Bund vorgeschriebenen Kugelfang- und Dammsanierungen fällig. Insbesondere Letztere sind in Röthenbach ohnehin unausweichlich, weil die Dämme auch saniert werden müssen, wenn der Schiessbetrieb eingestellt werden sollte.

Angst vor Vereinsauflösung

Zudem geht der Gemeinderat davon aus, dass der Einkauf in eine auswärtige Organisation und damit die Auslagerung des Vereins wohl auch dessen Auflösung nach sich ziehen würde. Aus diesen Gründen hat er sich entschieden, den Schiessbetrieb in der Gemeinde Röthenbach aufrechtzuerhalten. «Nicht nur aus finanziellen Gründen, sondern auch um dazu beizutragen, dass ein wichtiger traditioneller Verein bestehen bleibt und weiterhin Teil des kulturellen Lebens der Gemeinde ist», schreibt der Rat in einer Mitteilung.

Mit dem Erhalt bleibe auch Wertschöpfung im Dorf, weil der Verein alles bei lokalen Lieferanten beziehe.

Für die Erneuerung der Trefferanzeige im Schützenhaus Röthenbach hat der Gemeinderat von Röthenbach also einen Verpflichtungskredit von 80 000 Franken genehmigt. Bei der Erneuerung setzt er auf die Mitarbeit der Schützen «im grösstmöglichen Umfang».

Fronarbeit erwartet

Über den Kredit für die vom Bund vorgeschriebene Erstellung eines künstlichen Kugelfangsystems wird später verhandelt. Die Feldschützengesellschaft Röthenbach wird mindestens 10 000 Franken beisteuern und Mitarbeit leisten müssen. Dazu haben die Schützen bereits ein Konzept ausgearbeitet.

In einem letzten Schritt wird die Dammsanierung vorgenommen. Hier ist ein Gerichtsurteil über eine allfällige Beteiligung des Bundes hängig.

(pd)

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