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Der Sensenmann wartet noch immer

Im Dorf steht der Tod – seit mehr als 20 Jahren. Die Eisenplastik von Amilcare Foglia hat überlebt, weil sich Lebende für sie einsetzten.

Er steht und mahnt uns an das Ende. Foto: Beat Mathys

Er steht und mahnt uns an das Ende. Foto: Beat Mathys

Cornelia Leuenberger

In der «Berner Zeitung» vom 13. Juli 1999 war zu lesen: «Für den Sensenmann wird Geld gesammelt.»

Die Rede war von einer Eisenplastik. Aufgestellt im Gotthelfjahr 1997 – man feierte den 200. Geburtstag des Pfarrers und Dichters – war sie Teil eines Skulpturenweges und gehörte seither zum Dorfbild von Lützelflüh. Das sollte auch so bleiben, wie eine Gruppe von Bürgerinnen und Bürgern fand. Die Gemeinde allerdings mochte kein Geld ausgeben für den Tod. Zu weit gingen die Meinungen über die Figur im Ort auseinander: Hässlich und abstossend fanden sie die einen, faszinierend und sogar schön die anderen.

Berner Zeitung

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