Das Orchester im Keller

Langnau

Der Keller der Musikschule Oberemmental in Langnau soll ausgebaut werden. So, dass dereinst Orchesterproben und Hauskonzerte stattfinden können. 

Aus dem Heizraum in der barocken Villa soll im Laufe dieses Jahres ein Ort der Musik werden. Foto: PD

Aus dem Heizraum in der barocken Villa soll im Laufe dieses Jahres ein Ort der Musik werden. Foto: PD

Jacqueline Graber

Sechzehn Unterrichtszimmer hat das Schlössli, in jedem wird musiziert. Weitere vier Zimmer dienen als Sekretariat, Schulleiter-, Lehrerzimmer und Aufenthaltsraum. Nun sollen zwei weitere Räume dazukommen. Geplant ist der Ausbau des Kellers.

Zwar sei ein Trend in der Frühmusikförderung spürbar, doch die Zahl der Schüler habe sich in den letzten Jahren immer bei etwa 800 Personen bewegt, sagt Hans Peter Schenk, Leiter der Musikschule Oberemmental in Langnau.

Es ist also nicht der Mangel an Platz, der die Handwerker auf den Plan ruft, sondern: Schenk liess von einer Energieberatungsstelle ausmessen, an welchem Teil des Gebäudes die meiste Wärme entweicht. «Der Keller ist die kälteste Ecke im Haus.» Hinzu komme, dass die Ölheizung in die Jahre gekommen sei und der Brenner ersetzt werden müsse. «Wir haben uns für den Anschluss an den Wärmeverbund Langnau entschieden.»

Öltanks werden überflüssig

Dieser Schritt macht die fünf Öltanks mit je einem Fassungsvermögen von 1000 Litern überflüssig. Nebst dem Heizraum hat es noch drei weitere Räume im Keller. Geplant ist, drei zu einem grossen zu vereinen.

«Die 1908 gebaute Liegenschaft steht unter Denkmalschutz», erklärt Schenk. Darum habe die Schule die Auflage, dass die alte Bausubstanz im Keller sichtbar bleiben müsse. Doch auch Neues hält Einzug in der barocken Villa, wie das Schlössli genannt wird.

Beispielsweise soll eine spezielle Zimmerdecke für gute Akustik sorgen. So können dereinst Orchester proben. Zudem sollen ein bühnenähnlicher Ausbau plus Sitzgelegenheiten für rund 30 Zuhörer auch Hauskonzerte ermöglichen.

Das Baugesuch für den Kellerausbau ist eingereicht, der erhoffte Baubeginn ist im April. «In einem ersten Schritt möchten wir in den Frühlingsschulferien die Tanks rausnehmen.» Die eigentlichen Sanierungsarbeiten sollen in den Sommerferien passieren. Laut Schenk wird mit Kosten von etwa 200000 Franken gerechnet. (jgr)

Berner Zeitung

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