Bier steht noch mehr im Vordergrund

Burgdorf

Die Wirtschaft zum Schützenhaus in Burgdorf öffnet unter der Führung der Gasthausbrauerei wieder. Die Verantwortlichen wollen nicht alles auf den Kopf stellen – und doch mit einigen Änderungen punkten.

Alexander Thörig, Agnes Banz und Stefan Gander (von links) leiten neu den Betrieb.

Alexander Thörig, Agnes Banz und Stefan Gander (von links) leiten neu den Betrieb.

(Bild: Beat Mathys)

Im November gab die Burgdorfer Gasthausbrauerei AG bekannt, der Techpharma Management AG die traditionsreiche Wirtschaft zum Schützenhaus abzukaufen. Am Donnerstag hat das Restaurant nun unter neuer Führung wiedereröffnet.

Betriebsleiter ist jetzt Alexander Thörig. Er wird unterstützt von Agnes Banz (Chef de Service) und Stefan Gander (Küchenchef) sowie weiterem Personal, wobei der Grossteil der Servicefachkräfte trotz Besitzerwechsel geblieben ist. Gander und Thörig sind neu im Schützenhaus, Banz hat schon vorher im Restaurant gearbeitet, zum Schluss bereits als Chef de Service.

Ersten Test bestanden

Obwohl das Führungstrio also erstmals so zusammenarbeitet und sich noch finden muss, ist es bereit, wie Betriebsleiter Alexander Thörig kurz vor der Wiedereröffnung versicherte. Immerhin: Einen ersten Test gab es bereits. Vor einer Woche bewirtete das Schützenhaus fast vierzig geladene Gäste an einem Testessen. «Wir haben danach wertvolle Rückmeldungen erhalten», erklärte der Betriebsleiter. Überhaupt hätten viele Schützenhaus-Stammgäste Vorschläge angebracht, was anders werden könnte. Thörig betonte aber auch: «Es ist ja nicht so, dass unsere Vorgänger hier schlecht gearbeitet haben.»

So wollen weder der Verwaltungsrat der Gasthausbrauerei als neue Besitzerin wie auch die Führungsriege des Schützenhauses alles auf den Kopf stellen. Vielmehr wollen sie einige Justierungen vornehmen. Thörig nannte drei wichtige Punkte: «Wir treten in einem neuen Outfit auf, und das Logo wurde jenem der Brauerei angeglichen.» So soll das Restaurant auch äusserlich mit der Brauerei verschmelzen. Und nebst dem neuen Team gibt es letztlich eine neue Speisekarte. Dabei solle das Bier vermehrt mit der Kulinarik in Einklang gebracht werden, wie Stefan Herrmann erklärte. Er ist Verwaltungsrat der Burgdorfer Gasthausbrauerei AG.

Nicht bloss Bier und Brezel

«Eines unserer Ziele beim Kauf war, die Bierkultur in und um Burgdorf zu fördern.» Das solle sich eben auch beim Essen zeigen. Es gebe mehr als nur Brezel und Bier, so Herrmann. «Die Brauerei hat Biere mit unterschiedlichen Aromen, die mit den Speisen harmonieren.» Bei der Wahl des Küchenchefs habe man darauf geachtet, dass er bereit sei, in diesem Bereich etwas auszuprobieren.

Letztlich soll natürlich auch das Bier selbst ein wichtiger Anziehungspunkt der Wirtschaft sein. Schon bisher wurde vor allem Burgdorfer Gerstensaft ausgeschenkt – aber nicht nur. Künftig setzen die Betreiber ausschliesslich auf das einheimische Bier. Eine Ausnahme gibt es laut Herrmann jedoch. «Da wir kein Alkoholfreies brauen, weichen wir da aus.»

«Schwarztreffer gibt es exklusiv im Restaurant undnur im Offenausschank.»Stefan Herrmann?Verwaltungsrat der Burgdorfer Gasthausbrauerei AG

Brauen im Restaurant

Das Bier zur Wiedereröffnung des Schützenhauses ist natürlich eines aus der eigenen Brauerei im Burgdorfer Kornhaus. Es heisst Schwarztreffer. «Dieses gibt es exklusiv im Restaurant und nur im Offenausschank», sagte Herrmann. In Zukunft sei es durchaus denkbar, weitere Spezialbiere zu brauen, die dann ausschliesslich im Schützenhaus erhältlich seien. Nicht zuletzt will die Gasthausbrauerei auch wieder vermehrt die Brauanlage nutzen, die im Restaurant zur Verfügung steht. Denn schliesslich ist hier der Ursprung des Burgdorfer Bieres: Vor zwanzig Jahren wurden mit dieser Anlage die ersten Sude hergestellt.

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