Zum Hauptinhalt springen

Bald ist Schluss mit Käsen

Die Käserei in Rüderswil stellt ihren Betrieb auf Ende Jahr ein. Die Milch der Genossenschafter wird künftig in der Gohl verarbeitet.

In der Käserei in Rüderswil wird die Käseproduktion eingestellt. (Symbolbild)
In der Käserei in Rüderswil wird die Käseproduktion eingestellt. (Symbolbild)
Keystone

Letztes Jahr war es die Käserei Schüpbach, Ende 2017 ist es jene in Rüderswil: Sie geht zu. Immerhin sollen hier der Laden und das «Chäsistübli» weiterbetrieben werden. Aber die Käseproduktion wird eingestellt. Den Ausschlag gab in Rüderswil, dass Käser Christian Wüthrich gekündigt habe, bestätigt Genossenschaftspräsident Hanspeter Zaugg einen Artikel in der «Wochenzeitung für das Emmental und Entlebuch».

Zu teure Sanierung

Doch so oder so hätte der Rüderswiler Betrieb keine lange Zukunft mehr gehabt. Denn früher oder später hätte die Käserei saniert werden müssen, was zu viel gekostet hätte, als dass der Betrieb danach noch hätte rentieren können. Das sei auch der Grund gewesen, weshalb die Genossenschaft gar nicht erst versucht habe, einen neuen Käser zu finden, sagt Präsident Zaugg.

Denn nach wie vor gelingt es der Sortenorganisation nicht, den Absatz für den Emmentaler Switzerland AOP anzukurbeln. Das heisst, dass die Genossenschaften nur rund die Hälfte ihrer Milch zu Emmentaler verarbeiten können. Das wirkt sich negativ auf ihre Einnahmen aus.

Deshalb hatten die Vorstände der Käsereigenossenschaften Oberbach, Schwanden und Rüderswil auch über einen gemeinsamen Neubau nachgedacht. «Doch das Projekt kam nicht zustande», sagt Zaugg.

13 Lieferanten

Künftig werden die rund 1,2 Millionen Kilo Milch der Käserei­genossenschaft Rüderswil in der Gemeinde Langnau, in der Käserei Gohl, zu Emmentaler verarbeitet. Mit dem Lastwagen wird sie täglich bei den 13 Lieferanten abgeholt und in den Gohlgraben transportiert werden.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch