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Auf dem Schloss wird in die Zukunft geblickt

Der Startschuss ist gefallen. Jetzt beginnen die Umbauarbeiten beim Schloss.

Die Fahne mit Baustellensignal wird auf dem Turm gehisst. Die Schaulustigen verfolgen das Spektakel im Hof. Schon bald wird dieser nur noch für die Bauarbeiter zugänglich sein.
Die Fahne mit Baustellensignal wird auf dem Turm gehisst. Die Schaulustigen verfolgen das Spektakel im Hof. Schon bald wird dieser nur noch für die Bauarbeiter zugänglich sein.
Thomas Peter

Wird auf dem Schloss die Fahne gehisst, ist das Zeichen eines besonderen Anlasses. An der Solätte weht jeweils das Kantonswappen im Wind, am Nationalfeiertag die Schweizer Fahne, und hin und wieder erinnert die Zähringerfahne an Berchtold den Fünften, der das Schloss 1200 erbauen liess.

Die Flagge mit Baustellensignal, die am Donnerstag gehisst wurde, hat hingegen weniger ­historischen, sondern viel mehr aktuellen Bezug. Denn nun können die Bauarbeiten offiziell beginnen.

Lücke wird kleiner

Gestern erfolgte der Spatenstich zu den Umbauarbeiten. «Jetzt ist ein weiterer Schritt Richtung Schloss für alle getan», sagte Stiftungsratspräsident Markus Meyer. Ohne Einsprachen oder sonstige Verzögerungen ging das Baubewilligungsverfahren über die Bühne. Einzig die Finanzierung hielt den Stiftungsrat die letzten Monate auf Trab. 16,5 Millionen Franken kostet der Umbau.

Im März fehlten noch 1,3 Millionen. «Inzwischen konnten wir diesen Betrag halbieren, die Lücke ist aber immer noch nicht ganz geschlossen», so Meyer. Dass das Loch zu einem guten Teil gestopft wurde, ist wohl auch einem namhaften Geldgeber zu verdanken. Am Mittwoch schrieb die Localnet AG in ihrer Medienmitteilung, dass sie der Stiftung Schloss Burgdorf einen Unterstützungsbeitrag von 500'000 Franken zugesichert habe.

Nebst mangelnden finanziellen Mitteln hätten auch historische Funde den zeitlichen Ablauf verzögern können. Um dem entgegenzuwirken, wurden erste Abbrucharbeiten bereits vorgezogen. So konnten die Archäologen schon Ende April nach Schätzen graben. Ganz abgeschlossen sind diese Arbeiten noch nicht.

Bis Juli werden die Wissenschaftler neben den Bauarbeitern am Werk sein. Und man habe tatsächlich etwas Spannendes gefunden, so der leitende Archäologe Armand Baeriswyl. Was genau, könne er aber erst nach weiteren Untersuchungen sagen.

Klarer scheint der Blick in die Zukunft. Im Frühling 2020 sollen sich städtisches Trauzimmer, Museum, Restaurant und Jugendherberge nach abgeschlossenen Bauarbeiten einrichten können. Im Juni soll dann die Jugendherberge eröffnet werden.

«Wir wollen eine Begegnungsstätte für Jung und Alt, Touristen von nah und fern werden.»

Fredi GmürCEO Jugendherbergen Schweiz

«Wir wollen eine Begegnungsstätte für Jung und Alt, Touristen von nah und fern werden», sagte Fredi Gmür, CEO der Schweizer Jugendherbergen. 110 bis 120 Betten in Zweier-, Familien- und Sechserzimmern seien geplant. «Vor acht Jahren haben wir die Idee entwickelt, und jetzt erfolgt der Startschuss», so Gmür.

Ein grosses Museum

Noch nicht fertig entwickelt ist hingegen ein anderes Konzept. «Wie das Museum genau aussehen wird, weiss ich selbst noch nicht», sagte Museumsleiter Daniel Furter.

Vor zwei Wochen wurden die letzten Ausstellungsstücke vom Schloss ins Kornhaus gezügelt. Wie sie dereinst arrangiert würden, werde nun in den nächsten zwei Jahren erarbeitet, so Furter. Eines aber steht für ihn schon jetzt fest: «Das ganze Schloss wird zu einem einzigen Museum.»

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