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Am Übergang nagt der Zahn der Zeit

Die Ramsernbrücke im Schärischachen soll ­saniert werden. Nur kurz kam im Parlament die Frage auf, ob das rentiert.

Die Brücke stammt aus dem Jahr 1793. Inzwischen ist sie teilweise in «schadhaftem Zustand».
Die Brücke stammt aus dem Jahr 1793. Inzwischen ist sie teilweise in «schadhaftem Zustand».
Marcel Bieri

Die Fahrbahnbohlen und die Längsträger sind in «schadhaftem Zustand», die Hölzer sind teilweise morsch und von Pilz befallen. Die Stahlgurte, an denen die Querträger aufgehängt sind, «weisen teilweise starke Korrosion» auf.

Zudem ist in den Unterlagen des Grossen Gemeinderates von Langnau von «Eindrückungen als Folge zu hoher Last» die Rede. Zusammengefasst sagte es Gemeinderat Walter Sutter (SVP) so: «Eine genaue Analyse hat dringenden Handlungsbedarf aufgezeigt.» Die Ramsernbrücke, die im Schärischachen über die Ilfis führt, muss saniert werden.

Es handelt sich gemäss dem kantonalen Bauinventar um eine der ältesten gedeckten Holzbrücken des Emmentals. Sie wurde 1793 gebaut.

Das Sanierungsprojekt sei denn auch zusammen mit der Denkmalpflege erarbeitet worden, sagte Sutter, als er dem Grossen Gemeinderat einen Kredit von 410 300 Franken unterbreitete. Dass die Brücke erhalten und neu instand gestellt werden soll, wurde denn auch von keiner Partei bestritten.

FDP-Präsident Toni Rösli stellte bloss infrage, ob es wirklich nötig sei, die Brücke für den motorisierten Verkehr offen zu halten. «So wahnsinnig stark befahren» sei diese ja nicht, dass die Kosten mit dem Nutzen zweifelsfrei übereinstimmten.

Doch Walter Sutter machte klar, Gemeinderat und Bau­kommission seien überzeugt, dass es sie für den motorisierten Verkehr weiterhin brauche, deshalb sei auch nicht im Detail geklärt worden, was eingespart werden könnte, wenn sie bloss für Velos und Fussgänger erhalten würde.

Als Bewohner eines Aussenbezirks fand es Martin Kohler (EVP) «befremdend, wenn man rein auf die Finanzen schauen will» bei der Frage, ob es in der Peripherie Verkehrswege brauche.

Das Parlament hiess den Sanierungskredit dann mit einer Gegenstimme gut. Das Nein kam nicht von Toni Rösli, sondern von Parteikollege Toni Liechti.

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