Ahornpark nimmt nächste Hürde

Bätterkinden

Das Grossprojekt mit fast 70 Wohnungen rückt näher: Die Gemeindeversammlung von Bätterkinden stimmte der Überbauungsordnung zu.

Am Ahornweg in Bätterkinden ist ein Grossprojekt geplant. Quelle: Google Streetview

Es ist für eine Gemeinde wie Bätterkinden kein alltägliches Vorhaben: Auf einem gut 1½ Hek­taren grossen Grundstück südlich des Bahnhofs am Ahornweg sind sieben Mehrfamilienhäuser mit 69 Wohnungen und ein ­Alterszentrum mit 40 Pflege­plätzen und 9 integrierten Al­terswohnungengeplant.

Die Gemeindeversammlung setzte nun ein positives Zeichen und genehmigte die Überbauungsordnung (ÜO) und die damit verbundene Änderung des Zonenplans und des Baureglementes.

Nach einer Informationsveranstaltung von der Gemeinde, den Eigentümern und den Planern im Januar 2017 folgte ein Mitwirkungsverfahren für die Bevölkerung. Die im Vorprüfungsbericht gerügten Mängel wurden noch vor der öffentlichen Auflage der ÜO überarbeitet.

Nach der kantonalen Genehmigung kann das Bauprojekt konkretisiert werden.

Inzwischen seien auch die Einsprachen hinfällig geworden, orientierte der Gemeinderat. Eine formelle Genehmigung der überarbeiteten Überbauungsordnung bedürfe es nach der Zustimmung durch die Stimmberechtigten noch seitens des kantonalen ­Amtes für Gemeinden und Raumordnung. Danach kann das Bauprojekt konkretisiert und öffentlich aufgelegt werden.

«Nicht verscherbeln»

Etwas emotional wurde es beim Traktandum um den Verkauf einer gemeindeeigenen Liegenschaft an der Winkelstrasse 6. Im sanierungsbedürftigen Haus aus dem Jahr 1895 ist zurzeit eine Spielgruppe untergebracht.

Früher diente das Gebäude unter ­anderem als Gemeindeverwaltung oder als Räumlichkeit für Flüchtlinge. Der Verkaufswert wurde auf 775'000 Franken geschätzt. Das vorliegende Höchstangebot liege zurzeit bei 600'000 Franken, so Gemeinderat Jürg Joss. Es für diesen Preis zu verkaufen, sei kurzfristig gedacht, monierte ein die SP Bätterkinden vertretender Votant und machte einen Antrag gegen den Verkauf. Ein solches ruhig gelegenes ­Gebäude dürfe nicht zu einem Spottpreis verscherbelt werden.

Spielgruppe zieht um

Ein weiterer Votant sekundierte seinem Vorredner höchst emotional, indem er die verkehrssichere Lage für die Kinder hervorhob. Joss relativierte indes, dass der Haupteingang des Hauses eigentlich zur Strasse hin liege und für die Spielgruppe bereits ein neuer Standort gefunden worden sei.

Ein weiterer Votant, ein Architekt, fand den moderaten Verkaufspreis der Liegenschaft, mit Blick auf das Alter und die Sanierungsbedürftigkeit, völlig in Ordnung. Schliesslich wurde der Gemeindeantrag von den 65 Anwesenden (2,7 Prozent der Stimmberechtigten) mit 43 zu 17 Stimmen bei einigen Enthaltungen angenommen.

Diskussionslos und mit nur zwei Gegenstimmen wurde der Verpflichtungskredit über 935'000 Franken für die Sanierung der Schiessanlage Schachenmatt angenommen. Die ­Jahresrechnung 2017 wurde einstimmig gutgeheissen. Sie schliesst im Gesamthaushalt bei Aufwendungen von etwa 11,5 Millionen Franken mit einem Er-tragsüberschuss von 322'000 Franken.

Berner Zeitung

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