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Vier Asylbewerber weniger als angekündigt

Ersigen muss nur fünf Asylbewerber beherbergen. Der Kanton wollte in der Gemeinde neun Asyl-suchende unterbringen.

In einer alten Wohnung an der Ersiger Dorfstrasse leben seit einer Woche fünf Asylbewerber aus Eritrea. Die Gemeinde habe «nach langem Suchen» eine Möglichkeit gefunden, die Männer unterzubringen, sagt Gemeindeschreiber Thomas Balsiger. «Nachdem der Kanton uns im Februar mitgeteilt hat, dass wir neun Personen aufnehmen müssen, haben wird verschiedene Liegenschaftsbesitzer gefragt, ob sie uns mit Wohnraum aushelfen könnten. Doch wir erhielten lauter Absagen.» Auch ein Aufruf in den Medien führte anfänglich zu nichts. Doch nun habe sich die Gelegenheit ergeben, die fünf Männer in einer Privatwohnung unterzubringen. Dass die Gemeinde weitere Plätze finden würde, ist laut Balsiger kaum denkbar. «Ersigen hat keine eigenen Liegenschaften.» Mit Blick auf die prekäre Wohnraumsituation habe der Kanton die Aufnahmezahl für Ersigen von neun auf fünf hinuntergeschraubt. Einfach so lenkte «Bern» aber nicht ein. «Für jeden der vier Asylbewerber, die wir nun nicht aufnehmen müssen, bezahlen wir dem Kanton 16 Franken pro Tag.» Ende Jahr soll das Thema Asylbewerber für Ersigen – wie für alle anderen Berner Gemeinden – erledigt sein. Dann wird die Unterbringung von Asylsuchenden kantonalisiert. Um die Betreuung der fünf Männer aus Eritrea kümmert sich die Heilsarmee-Flüchtlingshilfe. Über die Fremden beklagt habe sich bisher niemand, so Balsiger. Das habe wohl auch damit zu tun, dass die Gemeinde jene Ersigerinnen und Ersiger, die in der Nähe der Asylbewerberunterkunft wohnen, mit einem Flugblatt über ihre neuen Nachbarn auf Zeit informierte.

BZ/jho

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