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Unterstützen, nicht bevormunden

Seit Anfang Jahr führt die Juristin Regula Weissmüller im Schloss in Wangen an der Aare die neue Kinder- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) für den Verwaltungskreis Oberaargau. «Es war ein Sprung ins kalte Wasser», sagt sie, «doch wir waren froh, als wir endlich springen konnten.»

Ist mit ihrem Team am 1.Januar ins kalte Wasser gesprungen: Regula Weissmüller.
Ist mit ihrem Team am 1.Januar ins kalte Wasser gesprungen: Regula Weissmüller.
Thomas Peter

Ich komme zum Glück als Journalist zu Ihnen. Sollte ich unter Vormundschaft gestellt werden: Was braucht es, dass ich zu Ihnen komme, und wie liefe der Kontakt in diesem Fall ab?Regula Weissmüller: Unsere wichtigste Aufgabe ist es, Kinder und Erwachsene in schwierigen Situationen zu schützen und zu unterstützen. Dazu errichten wir häufig Beistandschaften. Wenn es nicht anders geht, müssen wir auch Personen gegen ihren Willen in eine geeignete Institution einweisen. Wir erhalten Gefährdungsmeldungen, sei es von der Polizei oder aus dem Umfeld der Gefährdeten. Darin wird uns geschildert, dass eine Person schutzbedürftig ist und Unterstützung braucht. Unser erster Auftrag ist es dann, abzuschätzen, ob unmittelbarer Handlungsbedarf besteht, der ein sofortiges Eingreifen mit vorsorglichen Massnahmen nötig macht.

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