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Standpunkt: Nein sagen ist zu einfach

Am kommenden Sonntag stimmen die vier Gemeinden Bätterkinden, Utzenstorf, Wiler und Zielebach über das Fusionsprojekt Landshut ab. Ein Standpunkt von Redaktionsleiter Philippe Müller.

Wer nörgeln will, findet immer einen Grund. Und wer sich gegen Gemeindefusionen starkmacht, findet immer seine Anhänger. Beides war schon immer so, und beides wird so bleiben. Das heisst aber noch lange nicht, dass die Nörgler und Fusionsgegner recht haben. Denn eines müssen sich die Kritiker vor Augen halten: Das Fusionsprojekt Landshut, über das die vier Gemeinden Bätterkinden, Utzenstorf, Wiler und Zielebach am kommenden Sonntag abstimmen, ist das am sorgfältigsten ausgearbeitete, welches das Emmental je gesehen hat. Über mehrere Monate und Jahre hinweg wurde sondiert, alle Interessengruppen wurden angehört, alle Gemeinden waren in die Verhandlungen eingebunden. Und schliesslich sprach sich die Stimmbevölkerung der vier Kommunen letztes Jahr in einer Vorabstimmung dafür aus, die Fusionsverhandlungen fortzuführen.

Und mit Verlaub: Viele der Argumente, die die Skeptiker ins Feld führen, sind überholt und abgedroschen. Es sind dieselben, wie sie etwa auch bei bevorstehenden Feuerwehrfusionen immer wieder gehört werden: Demokratieverlust, Verlust der Eigenständigkeit. Nur: Nach einer Feuerwehrfusion spricht meistens niemand mehr von diesen Ängsten, was den Schluss zulässt, dass sich die Befürchtungen in der Regel nicht bewahrheiten. Insofern wäre es zu einfach, aufgrund von Vorurteilen Nein zu sagen. Das vorliegende Fusionsprojekt hat eine Chance verdient.

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