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Polizei ist den Vandalen auf der Spur

Eine Serie von Vandalenakten in der Region hat den Gemeinderat zu einem Aufruf veranlasst. Im Informationsblatt der Gemeinde fordert der Rat die Bevölkerung auf, verdächtige Handlungen zu melden.

«Die Meldungen über Vandalenakte in und rund um Lützelflüh haben sich in den vergangenen Monaten gehäuft», sagt Ruedi Berger, Gemeindeverwalter von Lützelflüh. Er gibt damit eine Antwort auf die Frage, weshalb die Gemeinde in ihrem Informationsblatt «Lützelflüh aktuell» einen Aufruf an die Bevölkerung gestartet hat. Einerseits ruft die Gemeinde auf, verantwortungsvoll und mit Respekt mit fremdem Eigentum umzugehen, anderseits aber auch, verdächtige Handlungen der Polizei zu melden.

Viele Velos geklaut

Doch was war geschehen? «Es gab zum Beispiel bei den Bahnhöfen Lützelflüh und Hasle-Rüegsau Sachbeschädigungen», erklärt der Gemeindeverwalter. Zudem seien dort auch unverhältnismässig viele Velos entwendet worden. Und während der Bauarbeiten am Radweg von Hasle nach Lützelflüh habe es Beschädigungen an Baumaschinen und Abschrankungen gegeben. «Weiter mussten wir Vandalismus bei der Gohlhausbrücke, beim Schwimmbad und im Emmenschachen feststellen», hält Berger fest.

Vermehrte Kontrollen

Diesen Sachverhalt bestätigt Andreas Hofmann, Mediensprecher der Kantonspolizei Bern. «Die Ermittlungen sind am laufen», sagt er. Und: «Wir haben verschiedene Hinweise, denen wir nachgehen.» Zudem würden Patrouillen der Kantonspolizei bestimmte Brennpunkte in der Region im Rahmen der Möglichkeiten und in Zusammenarbeit mit den Gemeinden vermehrt kontrollieren. Die Schadensumme beziffert Hofmann auf mehrere Tausend Franken. Er weist aber auch darauf hin, dass sich die Lage unterdessen beruhigt hat. Im Zusammenhang mit den Fahrraddiebstählen bei den Bahnhöfen empfiehlt die Polizei, die Velos mit einem geeigneten Bügelschloss oder Panzerkabelschloss zu sichern.

Bevölkerung sensibilisieren

Dass sich die Lage bezüglich Vandalismus beruhigt hat, bestätigt auch BLS-Mediensprecher Michael Blum: «Derzeit sind uns keine Auffälligkeiten bekannt.»

Gemeindeverwalter Ruedi Berger will indes nicht polarisieren. «Es geht in erster Linie darum, die Bevölkerung zu sensibilisieren und entsprechende Beobachtungen zu melden», sagt der Gemeindeverwalter.

So hätten die jüngsten Vorkommnisse auch keine Auswirkungen auf die in Lützelflüh seit 2007 geltende Ausgangssperre für Jugendliche. Diese betrifft Jugendliche unter 15 Jahren: Sie dürfen sich nach 22 Uhr nicht mehr ohne Begleitung von Sorgeverantwortlichen auf öffentlichen Plätzen in der Gemeinde aufhalten. «Die Ausgangssperre wird im Dorf bislang still und ohne Probleme praktiziert», erklärt Ruedi Berger.

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