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Nur Sumiswald hat Platz für Jenische

Sumiswald ist die einzige der 42 Emmentaler Gemeinden, die bereit ist, den Schweizer Fahrenden einen Durchgangsplatz zur Verfügung zu stellen. Weitere Provisorien werden gesucht.

Susanne Graf
Der Justizdirektor versichert dem Fahrenden, dass der Kanton weiter nach Standplätzen sucht. Von links nach rechts: Claudio Gerzner, Statthalter Markus Grossenbacher, Christoph Neuhaus, Gemeindepräsident von Sumiswald Christian Waber und Marc Heeb, Leiter Ortspolizei Stadt Bern (26.8.2014).
Der Justizdirektor versichert dem Fahrenden, dass der Kanton weiter nach Standplätzen sucht. Von links nach rechts: Claudio Gerzner, Statthalter Markus Grossenbacher, Christoph Neuhaus, Gemeindepräsident von Sumiswald Christian Waber und Marc Heeb, Leiter Ortspolizei Stadt Bern (26.8.2014).
Hans Wüthrich
...in Interlaken beim Goldswil-Viadukt...
...in Interlaken beim Goldswil-Viadukt...
Bruno Petroni
... und Sumiswald für Schweizer Fahrende geben. Im Bild der Eisplatz in Sumiswald steht ein Platz bis 2017 zur Verfügung.
... und Sumiswald für Schweizer Fahrende geben. Im Bild der Eisplatz in Sumiswald steht ein Platz bis 2017 zur Verfügung.
Thomas Peter
Der Durchgangsplatz in Thun-Allmendingen wird für rund 435'000 Franken saniert und soll künftig ganzjährig betrieben werden. Der Platz soll 2015 wiedereröffnet werden.
Der Durchgangsplatz in Thun-Allmendingen wird für rund 435'000 Franken saniert und soll künftig ganzjährig betrieben werden. Der Platz soll 2015 wiedereröffnet werden.
Patric Spahni
Für die Jenischen in Nidau wurde eine  Lösung gefunden: Die Städte Bern und Biel stellten bis Ende August rund fünfzig zusätzliche Stellplätze zur Verfügung.
Für die Jenischen in Nidau wurde eine Lösung gefunden: Die Städte Bern und Biel stellten bis Ende August rund fünfzig zusätzliche Stellplätze zur Verfügung.
Susanne Keller
Die Städte Bern und Biel fordern Lösungen.
Die Städte Bern und Biel fordern Lösungen.
BZ Graphik
Die Nidauer Stadtpräsidentin Sandra Hess, Regierungspräsident Christoph  Neuhaus, Berns Stadtpräsident Tschäppät und der Bieler Stadtpräsident Erich Fehr.
Die Nidauer Stadtpräsidentin Sandra Hess, Regierungspräsident Christoph Neuhaus, Berns Stadtpräsident Tschäppät und der Bieler Stadtpräsident Erich Fehr.
Keystone
Dieser Parkplatz beim ehemaligen Schiesstand Bözingenfeld in Biel wird nun den Fahrenden zur Verfügung gestellt.
Dieser Parkplatz beim ehemaligen Schiesstand Bözingenfeld in Biel wird nun den Fahrenden zur Verfügung gestellt.
zvg
Das Areal ist 3400 Quadratmeter gross und bietet Platz für 30 Wohneinheiten.
Das Areal ist 3400 Quadratmeter gross und bietet Platz für 30 Wohneinheiten.
zvg
Seit dem 25. April 2014 stehen die Fahrenden mit rund 50 Fahrzeugen auf dem ehemaligen Expo-Gelände in Nidau.
Seit dem 25. April 2014 stehen die Fahrenden mit rund 50 Fahrzeugen auf dem ehemaligen Expo-Gelände in Nidau.
Jürg Spori
Die Behörden haben entschieden, dass die Jenischen zumindest noch bis am 9. Mai 2014 dort bleiben dürfen.
Die Behörden haben entschieden, dass die Jenischen zumindest noch bis am 9. Mai 2014 dort bleiben dürfen.
Jürg Spori
Die Jenischen machten bei intensiven Verhandlungen mit den Gemeinden Nidau und Biel klar, dass sie auf dem Gelände bleiben wollen.
Die Jenischen machten bei intensiven Verhandlungen mit den Gemeinden Nidau und Biel klar, dass sie auf dem Gelände bleiben wollen.
Jürg Spori
An den Verhandlungen beteiligt: Sandra Hess, Stadtpräsidentin Nidau.
An den Verhandlungen beteiligt: Sandra Hess, Stadtpräsidentin Nidau.
Jürg Spori
16 Fahrzeuge schafften es auf die Brache beim Barkenhafen, bevor zwei Mitarbeiter des Nidauer Polizeiinspektorats mit ihrem Fahrzeug das Areal blockierten (25. April 2014).
16 Fahrzeuge schafften es auf die Brache beim Barkenhafen, bevor zwei Mitarbeiter des Nidauer Polizeiinspektorats mit ihrem Fahrzeug das Areal blockierten (25. April 2014).
Jürg Spori
Die Fahrenden entfernten anschliessend die Einzäunung der Brache und brachten Fahrzeug um Fahrzeug aufs Gelände.
Die Fahrenden entfernten anschliessend die Einzäunung der Brache und brachten Fahrzeug um Fahrzeug aufs Gelände.
Jürg Spori
Bevor sie nach Nidau weiterzogen, hatten die Jenischen die Kleine Allmend in Bern besetzt (24. April 2014).
Bevor sie nach Nidau weiterzogen, hatten die Jenischen die Kleine Allmend in Bern besetzt (24. April 2014).
Urs Baumann
Die Jenischen protestieren für mehr Standplätze.
Die Jenischen protestieren für mehr Standplätze.
Jürg Spori
Der Berner Gemeinderat Reto Nause verhandelt am Mittwochnachmittag (23.4.2014) mit Mitgliedern der Bewegung der Schweizer Reisenden. Wegen der BEA sieht Nause keine Möglichkeit, dass die Fahrenden auf der Kleinen Allmend bleiben können.
Der Berner Gemeinderat Reto Nause verhandelt am Mittwochnachmittag (23.4.2014) mit Mitgliedern der Bewegung der Schweizer Reisenden. Wegen der BEA sieht Nause keine Möglichkeit, dass die Fahrenden auf der Kleinen Allmend bleiben können.
Keystone
Die Polizei begann kurz vor 16 Uhr mit der endgültigen Räumung des Protestcamps auf der Kleinen Allmend (24. April 2014).
Die Polizei begann kurz vor 16 Uhr mit der endgültigen Räumung des Protestcamps auf der Kleinen Allmend (24. April 2014).
Jürg Spori
Mit einem Grossaufgebot räumte die Berner Kantonspolizei am Donnerstag das Lager der Fahrenden auf der Kleinen Allmend in Bern (24. April 2014).
Mit einem Grossaufgebot räumte die Berner Kantonspolizei am Donnerstag das Lager der Fahrenden auf der Kleinen Allmend in Bern (24. April 2014).
Urs Baumann
Die Räumung des Protestcamps in Bern führte zu Tränen.
Die Räumung des Protestcamps in Bern führte zu Tränen.
Jürg Spori
Für die Mitarbeitenden der Polizei sei der Einsatz eine grosse Belastung, vor allem wenn auch Kinder involviert seien. Das sagte Polizeikommandant Stefan Blättler vor Ort.
Für die Mitarbeitenden der Polizei sei der Einsatz eine grosse Belastung, vor allem wenn auch Kinder involviert seien. Das sagte Polizeikommandant Stefan Blättler vor Ort.
Urs Baumann
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«Es ist eine Schande, dass ein ganzes Volk eine Demo durchführen musste, bis Bund und Kanton realisierten, dass wir fast keinen Platz mehr hatten.» Das sagte Claude Gerzner, der Pressesprecher der Schweizer Jenischen, am Dienstag an einer Medienkonferenz in Sumiswald. Ins Emmental gereist waren er und Christoph Neuhaus als Justizdirektor des Kantons Bern, weil Sumiswald zu jenen wenigen Gemeinden gehört, die dem Problem der Schweizer Fahrenden Abhilfe schaffen wollen.

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