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Mit Zurückhaltung sind Wahlen nicht zu gewinnen

Vor den Wahlen üben sich Parteien gern in Floskeln: «Wir wollen in erster Linie unsere Sitze halten», heisst es dann etwa. Oder: «Zuerst muss ich gewählt werden, dann schauen wir weiter.»

Redaktor Tobias Granwehr zu den Langenthaler Gemeindewahlen am 28.Oktober
Redaktor Tobias Granwehr zu den Langenthaler Gemeindewahlen am 28.Oktober
Oliver Menge

Erst recht äussern sich Politiker zurückhaltend, wenn neue Gegner auf den Plan treten. Dann greift schnell die Angst um sich, mit zu forschen Aussagen oder einem Tritt ins Fettnäpfchen seinen Platz an der (Polit-)Sonne zu verlieren.

Der Wahlkampf in Langenthal war dieses Jahr geprägt von ebendieser Vorsicht und Zurückhaltung. Der Grund ist das erstmalige Antreten der BDP zu den Stadtratswahlen. Beflügelt durch bisherige Erfolge im Kanton Bern, will die nach dem «Gstürm» um Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf gegründete Partei jetzt auch Langenthal erobern. Nach der Präsentation der BDP-Wahlliste im August dürften die anderen Parteien jedoch aufgeatmet haben. Nur gerade vier Kandidierende gehen ins Rennen. Keiner dieser vier hat die Strahlkraft, die BDP am 28.Oktober zu einem Wahlsieg zu führen. Die BDP wird zwar mindestens einen Stadtratssitz holen – aber nur, weil sie vom bisherigen Aufschwung profitieren kann.

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