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Kritik an Fusion der KV-Schule

Die geplante Fusion der Kaufmännischen Berufsschule mit der Berufsfachschule stösst auf Kritik– beim Konrektor.

Der Regierungsrat will die Kaufmännischen Berufsschulen Langenthal und Burgdorf kantonalisieren (bisher private Trägerschaft) und ab 2014 mit den Berufsfachschulen – früher Gewerbeschulen – in Langenthal beziehungsweise Burgdorf fusionieren (siehe Ausgabe von Samstag).

Bei der Kaufmännischen Berufsschule Langenthal (KBSL) lösen diese Pläne Kritik aus. In einem Brief an die BZ nimmt Konrektor Heinz Dätwyler Stellung: «Für die Kantonalisierung habe ich Verständnis, wird doch die KBSL seit Jahren zu 100 Prozent vom Kanton finanziert. Keine Freude bereitet mir aber die Fusion mit der Gewerbeschule, wer verliert schon gerne seine Eigenständigkeit?» Die KBSL werde künftig «nur noch eine Abteilung» der Berufsfachschule sein und somit an Bedeutung verlieren, so Dätwyler.

«Schon viel gemeinsam»

Für die «Zwangsfusion» gebe es «keine stichhaltigen Gründe», erklärt der Konrektor und ehemalige EVP-Grossrat aus Lotzwil. Der Kanton behaupte, man wolle Synergien nutzen. Dätwyler: «Das tönt schön, wird aber heute schon gemacht. Seit 2007 steht das neue Schulhaus der KBSL in der Nähe der Berufsfachschule, seither arbeiten wir intensiv zusammen: gemeinsame Informatik, gemeinsamer Hausdienst, gemeinsame Nutzung der Einstellhalle, der Mensa, der Aula, gemeinsame Anstellung von Lehrpersonen und so weiter. Warum also diese Fusion?»

Man werde sich arrangieren und wie bisher das Beste geben zum Wohle der Lernenden. «Dazu brauchen wir aber Freiräume, damit wir unsere gute Schulkultur weiterhin leben können.» Dätwyler betont, dass er selbst von der Fusion kaum betroffen sei, denn 2014 wird er schon bald pensioniert.

Schüler kaum betroffen

Auch Dätwylers Kollege Alfred Zillig, Rektor der Kaufmännischen Berufsschule, bedauert den Entscheid von Erziehungsdirektor Bernhard Pulver. «Schade, auf Grund unserer Grösse hätten wir eine Daseinsberechtigung gehabt», sagte er gegenüber dem «Langenthaler Tagblatt». Für die Schüler der KBSL – lernende Kaufleute und Detailhandelsangestellte – wird die Fusion kaum spürbar werden. Und auch für die Lehrerschaft wird sich wenig ändern.

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