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«Es rentiert im Interesse der Steuerzahler»

Rund 4,5 Millionen Franken Wohnungsmieten werden in Langenthal und Lotzwil jedes Jahr mit Steuergeldern bezahlt. Gesuche für Mietzinsreduktionen würden sich auf jeden Fall lohnen.

Das Resultat der bisherigen Mietzinsüberprüfungen sei alles andere als bescheiden, sagt Katrin Zumstein, die vom Sozialamt bezahlte Anwältin und FDP-Grossrätin. «Man darf sich nicht über einzelne Fälle lustig machen, man muss den Saldo anschauen.» Sie schätzt das Sparpotenzial auf 60'000 Franken. «Es rentiert sich im Interesse der Steuerzahler.» Eine ganze Reihe von Vermietern habe sofort freiwillig eingelenkt. Die andern müssten jetzt halt vor dem Richter belegen, dass sie «orts- und quartierübliche» Mieten verlangen würden.

Das bestätigt der für Soziales und Altersfragen zuständige Gemeinderat Reto Müller (SP): «Würden wir den Mietzins für Sozialhilfebeziehende nicht dem Referenzzinsatz angleichen wollen, dann wäre das ein Sozialhilfemissbrauch gegenüber dem Staat.» Zwar würden die Mieten über den Lastenausgleich des Kantons abgerechnet. Aber auch das seien Steuergelder. Rund die Hälfte zahle die Stadt letztlich selber.

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