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Die nicht so Sportlichen motivieren

Eine Stadt im Bewegungsfieber: Das ist das Ziel der Organisatoren von «Langenthal bewegt». Eine Woche lang soll die Bevölkerung Bewegungsminuten sammeln – vor allem auch die Seniorinnen und Senioren.

Bewegung für sich selbst und die Gemeinschaft: Kommende Woche kann die Langenthaler Bevölkerung wieder Bewegungsminuten sammeln – dieses Mal in einem internen Duell. Hauptstandort der Bewegungswoche ist wiederum das Areal des Schulzentrums Kreuzfeld.
Bewegung für sich selbst und die Gemeinschaft: Kommende Woche kann die Langenthaler Bevölkerung wieder Bewegungsminuten sammeln – dieses Mal in einem internen Duell. Hauptstandort der Bewegungswoche ist wiederum das Areal des Schulzentrums Kreuzfeld.
Robert Grogg

In Langenthal hat die Bewegungsaktion «Langenthal bewegt» mittlerweile einen festen Platz im Jahreskalender. Zum siebten Mal stellt ein Organisationskomitee unter der Schirmherrschaft der Stadt die Bewegungswoche auf die Beine. Nächste Woche ist es wieder so weit: Von Montag bis Freitag können sich alle Langenthalerinnen und Langenthaler wieder unter fachkundiger Anleitung sportlich betätigen.

«Langenthal bewegt» ist einem Grossteil der Bevölkerung mittlerweile ein Begriff. Allerdings gibt es jedes Jahr Änderungen im Ablauf. Die Aktion beruht ursprünglich auf der Idee von Gemeindeduellen. Doch einige Gemeinden sind in der Vergangenheit schon davon abgekommen und haben neue Duellformen gesucht – auch Langenthal. Dieses Jahr duelliert sich die Stadt ebenfalls nicht mit einer anderen Gemeinde: Vielmehr soll sich der sportlich aktive Teil der Bevölkerung mit dem weniger aktiven Teil messen. Laut Gemeinderat Daniel Rüegger (EVP), zuständig für Kultur und Sport, will das OK damit etwas frischen Wind in die Bewegungsaktion bringen. «Es ist nicht so, dass wir keine Gemeinde für ein Duell gefunden hätten», sagt er. Es sollte vielmehr einen neuen Anreiz geben, die Leute für «Langenthal bewegt» zu motivieren.

Sich selbst einschätzen

Die Bewegungsminuten der Nichtsportlichen werden doppelt gezählt, damit sie einem Vergleich mit den regelmässig Sporttreibenden der Einwohner Stand halten können. Thomas Kunz, Fachbereichsleiter Sport im städtischen Amt für Bildung, Kultur und Sport, erklärt, wie die Leute in sportlich Aktive und weniger Aktive eingeteilt werden: «Wir ziehen dafür Empfehlungen des Bundesamtes für Sport bei. Die Teilnehmenden ordnen sich aufgrund dieser Empfehlungen selber einer Gruppe zu.» Vor Ort habe es Helferinnen und Helfer, die bei entsprechenden Fragen Auskunft geben könnten, so Kunz. Aber Achtung: Wer sich selber dem regelmässig sportlichen Teil zuordnet, muss doppelt so viel leisten wie die Teilnehmer der anderen Gruppe, um gleich viele Bewegungsminuten zu generieren. Eine falsche Selbsteinschätzung dient somit niemandem.

An erster Stelle steht laut Rüegger aber ohnehin nicht unbedingt der Wettbewerb. «Das eigentliche Ziel von ‹Langenthal bewegt› ist, jene Leute für den Sport zu motivieren, die sich nicht so oft bewegen.» Dafür spannt das OK dieses Jahr zusätzlich mit der Seniorenorganisation Pro Senectute zusammen. Das Netzwerk «Bewegungsanbieter für Senioren Langenthal», das von Pro Senectute Emmental-Oberaargau unterstützt wird, hat ein Bewegungsprogramm zusammengestellt, dass primär auf ältere Menschen ausgerichtet ist. Dieses Programm sei dieses Jahr ein Schwerpunkt von «Langenthal bewegt», erklärt Kunz. «Wir haben das nicht angestrebt, es hat sich in der Vorbereitung einfach so ergeben.» Wegen dieses speziellen Bewegungsprogrammes finden erstmals auch einige Angebote ausserhalb Langenthals statt. So zum Beispiel Wassergymnastik im Bad der Klinik St.Urban oder Turnen/Gymnastik im Schulhaus Wynau.

Sportvereine können werben

Ein weiteres Ziel von «Langenthal bewegt» ist es laut Rüegger, die Schulen einzubinden. Deshalb seien alle Schulzentren über das Programm informiert worden. Vorgesehen ist laut Kunz, dass die Schulen vor allem am Montag und Dienstag die Gelegenheit nutzen und am Programm teilnehmen.

Stärker eingebunden in «Langenthal bewegt» als in vergangenen Jahren werden zudem die städtischen Sportvereine. Die Vereine sollen ihre Trainings am Abend für die Bevölkerung öffnen. «Damit können sie auch Werbung in eigener Sache betreiben», sagt Kunz. Zudem finde ein kleiner Wettbewerb unter den Vereinen statt. Diese konnten für «Langenthal bewegt» ein Programm für ihr öffentliches Training einreichen. Eine Jury aus Mitgliedern der Sportkommission beurteilt die Programme und zeichnet das beste mit einem Geldpreis aus.

Informationen zu «Langenthal bewegt» unter www.langenthal.ch

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