Das Schulhaus kann verkauft werden

Seeberg

Seit Jahren schon wird im Schulhaus Riedtwil in Seeberg nicht mehr unterrichtet. Jetzt hat die Gemeindeversammlung den Verkauf vorbereitet.

Im Schulhaus Riedtwil werden schon lange keine Kinder mehr unterrichtet. Jetzt will die Gemeinde das Gebäude verkaufen.

Im Schulhaus Riedtwil werden schon lange keine Kinder mehr unterrichtet. Jetzt will die Gemeinde das Gebäude verkaufen.

(Bild: Hans Wüthrich)

Die Entwidmung des Schulhauses Riedtwil gab an der Gemeindeversammlung in Seeberg zu keinerlei Diskussionen Anlass. Es ging darum, den Miteigentumsanteil der Gemeinde von 69,73 Prozent vom Verwaltungsvermögen ins Finanzvermögen zu übertragen und dadurch den Verkauf des Schulhauses zu ermöglichen, in dem seit der Auslagerung der Oberstufe nach Wynigen im Sommer 2007 nicht mehr unterrichtet wird.

Nachdem die Gemeinde Hermiswil als Eigentümerin des restlichen Anteils die Entwidmung bereits beschlossen hat, steht dem Verkauf des ungenutzten Schulhauses durch die beiden Gemeinderäte nun nichts mehr im Wege. Damit der Sportplatz beim Schulhaus umgezont werden kann, ist indes noch die Ortsplanung der Gemeinde Seeberg anzupassen.

Grütter mahnt zur Vernunft

Vorerst unverändert bleibt 2012 die Steueranlage. Gemäss Empfehlungen des Kantons hätte Seeberg seinen Steuerfuss wegen des neuen Finanz- und Lastenausgleichsgesetz nächstes Jahr um 0,03 auf 1,62 Einheiten senken müssen. «Angesichts des grossen Defizits im laufenden Jahr erschien es dem Gemeinderat jedoch nicht verantwortbar, auf die Mehreinnahmen von 35'000 Franken zu verzichten», sagte Gemeindeverwalterin Beatrix Held. Auch 2012 und 2013 müsse Seeberg mit einem Defizit rechnen, ergänzte Gemeindepräsident Roland Grütter (BDP). «Weil dadurch das Eigenkapital stark schwinden wird, wäre es unvernünftig, jetzt die Steuern zu senken.»

Der Gemeinderat stellte deshalb den Antrag, den Steuersatz vorerst bei 1,65 Einheiten zu belassen. Dem pflichteten die Anwesenden bei: Ohne Gegenstimme genehmigten sie das auf der bisherigen Steueranlage basierende Budget 2012, das bei einem Gesamtertrag von 5,376 Millionen Franken ein Defizit von rund 276'000 Franken vorsieht.

Beat Jufer gewählt

Auf Vorschlag der BDP neu in den Gemeinderat gewählt hat die Versammlung Beat Jufer. Er ersetzt Erich Gygax, der Anfang Juni dieses Jahres aus beruflichen Gründen aus dem Gemeinderat zurückgetreten ist.

Im Weiteren genehmigt hat die Versammlung die Ortsplanungsunterlage Naturgefahren, einen Bruttokredit von 264'000 Franken für das Hochwasserrückhaltebecken Chrümelbach (Nettoaufwand 85'000 Franken) und eine Änderung des Zonenplans zur Erweiterung des Gewerbebetriebs Holzbau Riesen in Grasswil.

Berner Zeitung

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